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Förderinitiative

Heimat lebenswert gestalten

Regionale Gestaltung
Gerd Kreibich Portrait
Gerd Kreibich
am Donnerstag, 31.10.2019 - 07:23

Die Initiative „HeimatUnternehmen“ will ihre Region einmaliger und lebenswerter zu machen.

Waldsassen-Mitterhof/Lks. Tirschenreuth - Es war ein außergewöhnliches Hoffest, dass die Mitglieder einer ungewöhnlichen regionalen Initiative veranstalteten. Viele hundert Besucher schauten vorbei auf der Straußenfarm in Mitterhof bei Waldsassen und trafen nicht nur auf die exotischen Vögel sondern auf viele „bunte Hunde“, die durch ihr Engagement und ihr Unternehmen die Region noch etwas liebenswerter machen - allen voran Alfred Wolf, Sprecher der Initiative „HeimatUnternehmen“, der für die Veranstaltung verantwortlich zeichnete.

Junge und nicht mehr ganz so junge Unternehmen aus der Heimat, die sich in der Initiative „HeimatUnternehmen“ zusammengeschlossen haben, zeigten, dass man unternehmerischen Erfolg nicht nur in Ballungsräumen und Metropolregionen, sondern durchaus auch auf dem „flachen Land“ umsetzen kann. Die Besucher konnten erfahren, was die Initiative im Landkreis Tirschenreuth macht, wie sie arbeitet und vor allem auch die hiesigen Heimat-Unternehmen kennenlernen, die ihre zum Teil außergewöhnlichen unternehmerischen Ideen vorantreiben und gleichzeitig dazu beitragen, ihre Region einmaliger und lebenswerter zu machen.

Das Staatsministerium ist auch mit dabei

Neben den vielfältigen, individuell gestalteten Programmpunkten für Groß und Klein fanden während des ganzen Tages auch Interviews statt, die einen spannenden Einblick in persönliche Motivationen und Unternehmenskonzepte ermöglichten. Für die Unterhaltung sorgten das Badehaus Maiersreuth mit einer begehbaren Installation und Arangements in Kooperation mit Schauspielern des Modernen Theaters Tirschenreuth. Das Ackerbürgerhaus stellte sein Konzept der Mitmachbrauerei vor. Der Mühlenhof Mähring sorgte für das Kinderprogramm: „Mach’s Mühlrad bunt“ und der Geschichtspark Bärnau-Tachov bot die Vorführung „Vom Kalklöschen und anaderen aten Handwerken“.

Die Initiative „HeimatUnternehmen“ wird unterstützt von der Ländlichen Entwicklung im Landwirtschaftsministerium. Es gibt mittlerweile einige Netzwerke in ganz Bayern, das Pilotprojekt wurde aber in Tirschenreuth gestartet vor zwei Jahren. Die Gründung des Freundeskreises „HeimatUnternehmen“ im Landkreis Tirschenreuth brachte die „Richtigen“ zusammen, eine ganze Perlenkette an innovativen Projekten habe sich bis heute entwickelt, wie Projektbetreuer Alfred Wolf erklärt: „Stark verwurzelt zu sein in der Heimat, Freude daran zu haben, auch einmal ungewöhnliche Ideen zu entwickeln und umzusetzen, als Mutmacher für andere Motivation und Beispiel zu sein – das alles ist bei uns erlebbar und spürbar“, stellt er fest.

Aus dem Geranienhof wurde eine Straußenfarm

Menschen, die konkret etwas tun wollen, waren laut Wolf immer schon da, aber: „Es hat den Funken und die Unterstützung der Initiative HeimatUnternehmen gebraucht, um aus Ideen richtige Projekte zu formen und zu verknüpfen“. Vom ersten „essbaren Wildpflanzenpark“ über die Entwicklung eines Geranienhofes zur Straußenfarm und Nutztierarche, der Umwandlung eines alten Kinos zum „Zauberkabinett“ bis zum „Ackerbürgerhaus“, einer Leerstandinitiative mit Kreativräumen, Heimatmuseum und Mitmachbrauerei: mittlerweile gibt es viele Projekte als Beispiele für regionsprägende Entwicklungen. Und Karl Wolf sieht noch viel mehr Potenzial, auch und vor allem auf landwirtschaftlichen Betrieben. Wer sich dafür interessiert, der kann sich bei ihm informieren unter Tel. 09635-9249975. Informationen gibt es auch unter www.heimatunternehmen-bayern.de.