Ausbildung

Gute Verbindung für landwirtschaftliche Bildung

Schönbrunn_b
GK
am Mittwoch, 19.08.2020 - 09:36

Seit über 30 Jahren ist die Staatliche Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung ökologischer Landbau, am Agrarbildungszentrum Landshut-Schönbrunn angesiedelt.

Ebenso lange steht sie unter der Sachaufwandsträgerschaft des Bezirks Niederbayern. Die Schließung der Landwirtschaftsschule in Landshut nahm Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich zum Anlass, sich bei Schulleiter Michael Lobinger über den aktuellen Stand der Ökoschule zu informieren.

Auch die Fortbildung ist stark nachgefragt

„Die Entwicklung der Schülerzahlen ist sehr positiv“, berichtete Lobinger. Aktuell besuchen 30 Studierende das 2. Semester, 23 haben schon die Zulassung für das kommende Wintersemester und acht Anmeldungen liegen bereits für das Schuljahr 2021/22 vor. Das Einzugsgebiet umfasst ganz Bayern, Baden-Württemberg und weitere Bundesländer.
Mit Schließung der „konventionellen“ Landwirtschaftsschule werden sich voraussichtlich auch Landwirte aus der Umgebung für einen Besuch der Ökoschule interessieren. Auch die Nachfrage an der Fortbildung zum „Staatlich geprüften Wirtschafter für ökologischen Landbau“ mit anschließender Meisterprüfung wird aufgrund des Ausbaus des Ökolandbaus steigen. Die Ökoschule in Schönbrunn hat also Potenzial nach oben.

Gute Infrastruktur

„Eine sehr erfreuliche Zwischenbilanz, die sicher auch aus dem Standort resultiert“, brachte Bezirkstagspräsident Heinrich diese Bilanz auf den Punkt. Die in dieser Bildungseinrichtung vorhandene Infrastruktur biete der Ökoschule mit Versuchsflächen, der Landmaschinenschule, dem ökologischen Lehrgut sowie dem Lehr- und Beispielsbetrieb für Obstbau Deutenkofen beste Voraussetzungen für den Unterricht. Von besonderem Wert, so Heinrich, sei sicher auch das angeschlossene Wohnheim, eine Kantine und Freizeitmöglichkeiten.

Schuleiter Lobinger bezeichnete den Lehrplan der Ökoschule als „breit gefächert“: pflanzliche Erzeugung, Obstbau, Tierhaltung, Natur- und Landschaftspflege, Direktvermarktung und Diversifizierung, Unternehmensführung, Organisation im ökologischen Landbau und Rechnungswesen. „Damit können wir eine zukunftsträchtige Ausbildung garantieren“, so der Schulleiter.
„Die Ökoschule komplettiert das vielschichtige Aus- und Weiterbildungsangebot unserer traditionsreichen Bezirkseinrichtung und ist als fester Bestandteil aus dem Agrarbildungszentrum Landshut-Schönbrunn nicht mehr wegzudenken“, sagte Heinrich und sicherte zu: „Wir werden weiterhin investieren, um den Fortbestand und die Attraktivität der Schule zu sichern.“
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