Bildung

Eine gute Grundlage für die Zukunft

Meisterbrief (1)
Markus Bauer
am Dienstag, 10.08.2021 - 06:43

Regierungspräsident Axel Bartelt überreichte in Regensburg den Meisterbrief an 33 neue junge Meisterinnen und Meister der Landwirtschaft.

Regensburg „Ziehen Sie sich nicht auf Ihren Betrieb und Ihre Arbeit zurück. Tragen Sie Ihr Wissen und Ihre Kompetenzen positiv in die Gesellschaft hinein!“ Diesen Appell richtete der Oberpfälzer Regierungspräsident Axel Bartelt beim Festakt zur Meisterbriefverleihung im Spiegelsaal der Regierung der Oberpfalz an die 33 neuen Meisterinnen und Meister der Landwirtschaft in der Oberpfalz.

Die neuen Meisterinnen und Meister – einige waren entschuldigt – hieß Angelika Spitzer, die Leiterin der Sachgebiets „Ernährung, Bildung und Diversifizierung in der Land- und Hauswirtschaft“, willkommen. Besonders freute sie sich, dass dies nun der erste Jahrgang war, den ihre Abteilung von Beginn an begleitet hat – trotz der Einschränkungen durch die Coronapandemie. „Es ist eine große Freude, unter diesen besonderen Umständen die Meisterbriefe auszuhändigen“, betonte Spitzer.

Das Berufsbild der Landwirtschaft stärken

Die Zuständigkeit der Regierung für diesen Bereich seit 2019 rief Regierungspräsident Bartelt zu Beginn seiner Ansprache in Erinnerung. Mit einer würdigen Überreichung der Urkunden wolle man auch, so Bar-telt, das Berufsbild des Landwirts, seine Ausbildung und den Wert der Landwirtschaft für die Gesellschaft stärken. „Sie haben die höchste Stufe der beruflichen Bildung erreicht, darauf können Sie stolz sein – und dazu gratuliere ich Ihnen im Namen der Regierung der Oberpfalz“, sprach Bartelt seine Glückwünsche aus. Er wies darauf hin, dass gerade in der Coronapandemie und mit den Lockdowns die reibungslose Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln durch die Landwirte und damit auch deren Systemrelevanz deutlich geworden sei.

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„Das ist ein positiver Corona-Effekt, der hoffentlich bleibt“, blickte der Regierungspräsident in die Zukunft. Der Meisterbrief sei die Vorbereitung auf die Führung eines oder des eigenen Landwirtschaftsbetriebs, verbunden mit wichtigen Qualifikationen und Inhalten. „Die Herausforderungen der Landwirtschaft lassen sich nur mit einer bestmöglichen beruflichen Qualifikation lösen“, bekräftigte Bartelt und schilderte seine Eindrücke von zurückliegenden Besuchen bei Landwirten, besonders von Aspekten der Digitalisierung. Neben den fachlichen Themen vermittle die Ausbildung aber auch die Fähigkeit, auf gesellschaftliche Herausforderungen zu reagieren. In diesem Zusammenhang erwähnte Bartelt die häufige Degradierung des Landwirts zum Buhmann.

„Dagegen können Sie sich durch positive Beispiele, durch die Darstellung von Betrieben wehren. Sie müssen selbst die Initiative, ja die gesellschaftliche Auseinandersetzung ergreifen und angehen“, empfahl der Regierungspräsident. Abschließend wünschte er den Absolventen, „in diesen vielen Herausforderungen den richtigen und guten Weg zu finden, eine gute Zukunft, Spaß und Freude am Beruf sowie Gesundheit“.

Nach seiner Rede überreichte Bartel mit Georg Dietl vom Sachgebiet an die anwesenden Meisterinnen und Meister die Meisterbriefe, sieben erhielten den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung. Prüfungsbes-ter war mit einem Schnitt von 1,64 Matthias Weilhammer aus Ponholz.

Lernen und Fortbildung bleiben weiter wichtig

Von Herzen gratulierte auch Stefan Graf, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses Landwirtschaft.

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„Mit der Meisterprüfung allein ist es nicht abgetan, Lernen sowie Fort- und Weiterbildung gehören dazu“, motivierte Graf die neuen Meisterinnen und Meister und nannte entsprechende Stellen und Einrichtungen. Auch er verwies auf die durch Corona in der Meisterausbildung nötig gewordenen Veränderungen und Umstrukturierungen.

Auf die zweijährige Meisterausbildung, besonders die Herausforderungen durch Corona, blickten anhand einer Bilderpräsentation Eva-Maria Bäuml und Matthias Weilhammer zurück. Zwei Tage vor der mündlichen Meisterprüfung erfolgte der Lockdown mit vielen Verschiebungen und Umorganisationen, die dadurch notwendig wurden. „Einige sind schon im elterlichen Betrieb integriert oder haben ihn übernommen, einige absolvieren noch weitere Qualifizierungen“, erklärten sie zum Abschluss ihrer Ausführungen.