Maschinenring

Die Geschäfte gut am Laufen halten

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Helga Gebendorfer
am Dienstag, 21.04.2020 - 11:36

MR Mainburg: Informative Hauptversammlung mit gekrönten Besucherinnen.

Mainburg/Lks. Kelheim „Wir sind klein, aber wir bewegen viel. Wir versuchen, selbstständig zu bleiben und die Geschäfte am Laufen zu halten“, stellte Vorsitzender Xaver Hobmaier bei der Jahreshauptversammlung des Maschinen- und Betriebshilfsrings Mainburg (MR) in der Stadthalle Mainburg fest, wo die Veranstaltung noch vor den Enschränkungen durch die Coronakrise stattgefunden hatte. Er blickte zufrieden zurück, auch wenn 2019 kein einfaches Jahr wegen der Hitze und Trockenheit war. „Neben den Ackerkulturen spürte das vor allem der Wald. Hinzu kam der massive Borkenkäferbefall, was insgesamt zum Holzpreisverfall beitrug“, berichtete der Vorsitzende. Besser verlief es beim Hopfen. „Die Ernte fiel trotz allem relativ gut aus, auch wenn die Qualität nicht überragend war“, lautete sein Resümee.

Der Maschinenring ist in der Region unverzichtbar

Die Hallertauer Hopfenkönigin Theresa Hagl und die Hallertauer Bierkönigin Theresa Ecker unterstrichen die Bedeutung des Maschinenrings. „Die Organisation ist unersetzlich. Es gibt keinen Betrieb, der den Maschinenring noch nicht in Anspruch genommen hat“, betonten sie.
Dr. Joachim Hamberger, Leiter Landwirtschaftsamtes Abensberg, dankte dem MR für die gute Zusammenarbeit und appellierte an die Zuhörer, bei Bedarf die Beratung in seinem Hause anzunehmen, wobei ein Wasser- sowie Wildlebensraumberater neu zur Verfügung stehen.
Eine Reihe von Aktivitäten bereicherten das vergangene MR-Jahr. So standen ein Erste-Hilfe-Kurs, der Wander- und Radltag, eine Studienreise nach Costa Rica, ein Tagesausflug ins Vilstal, die Besichtigung einer Hofkäserei und eine Almwanderung in der Jachenau sowie das 20-jährige Standjubiläum am Gallimarkt auf dem Programm.
„Die wichtigste Grundlage in der Landwirtschaft sind die Böden. Wir müssen sorgsam mit ihnen umgehen“, stimmte Hobmaier auf den Vortrag von Dr. Dominik Christophel vom Geobüro Christophel ein mit dem Thema „Warum macht die Albrecht-Bodenanalyse Sinn?“.
Nach dem Wechsel der Geschäftsführung von Nikolaus Bach an Theresa Burger im vergangenen Jahr können die künftigen Aufgaben weiter bewältigt werden. So umfasst die Selbsthilfeorganisation nach ihren Angaben derzeit 643 Mitglieder, die miteinander eine Fläche von 13 262 ha bewirtschaften. 2019 betrug der Gesamtverrechnungswert knapp 1,22 Mio. €. „Das ist etwa das Niveau wie im Vorjahr“, bewertete sie das Ergebnis und fügte hinzu, dass sich in den letzten drei Jahren kaum etwas verändert habe. Den größten Teil machte dabei die Körnerernte mit über 254 000 € aus, vor Betriebshilfe und Hilfsmittel mit gut 214 000 € und Dünger/Saat/Pflege mit 196 000 €.
Weiter rührte Burger die Werbetrommel für die Service-Angebote vom MR, wie Mehrfachantrag online, Übertragung von Zahlungsansprüchen, Unterstützung bei der Antragstellung Agrardieselvergütung, Nährstoff-/Stoffstrombilanz und Düngebedarfsermittlung sowie Holzvermittlung.

Erfreuliche Bilanz auch bei der GmbH-Tochter

Für die Hallertauer MR GmbH Mainburg zog die Geschäftsführerin ebenso ein erfreuliches Fazit. Demnach stieg deren Umsatz wegen des starken Winters im Wirtschaftsjahr 2018/2019 auf 360 000 €. „Das Unternehmen hat sich ganz gut etabliert“, erklärte sie und wies darauf hin, dass die GmbH mit vielen Kunden zusammenarbeitet und sich eine Reihe von Landwirten so ein Zusatzeinkommen erwirtschaften konnten.