Abschied

Gemeinsam viel für den Wald erreicht

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Josef Heisl
am Mittwoch, 11.11.2020 - 08:59

Passauer Waldbauernvereinigungen verabschieden Alt-Landrat Franz Meyer.

Es war den drei Waldbauernvereinigungen (WBV) Passau, Vilshofen-Griesbach und Wegscheid ein großes Anliegen, ihren Ansprechpartner und fürsorglichen Freund, Altlandrat Franz Meyer würdig in den Ruhestand zu verabschieden. Bei der kleinen Feier, die noch kurz vor den neuen Lockdown-Bestimmungen durchgeführt werden konnte, kam mehrmals zum Ausdruck, wie sehr die Waldbesitzer und ihre Vereinigungen dem Landrat zu Dank verpflichtet sind. Meyer habe sich stets als freundschaftlicher Partner gezeigt und sei bei den großen Kalamitäten wie Stürmen und Borkenkäferbefall stets fest an der Seite der Waldbesitzer gestanden und habe sie tatkräftig unterstützt.

Nicht nur geredet, sondern auch gehandelt

Max Nigl, Chef der WBV Passau hatte zusammen mit seinen Kollegen Christian Graml, WBV Wegscheid und August Hasreiter, Vorsitzender der WBV Vilshofen-Griesbach, Franz Meyer mit Gattin Rosmarie, sowie Landrat Raimund Kneidinger in das Restaurant „Das Oberhaus“ eingeladen. Nigl betonte, wie sehr der Altlandrat der Waldwirtschaft verbunden gewesen sei. Nicht nur nach dem Sturm Kolle, der einen großen Einschnitt gebracht habe, wurden die WBV ins Landratsamt eingeladen und die geschädigten Waldbauern vom Landrat und seinen Mitarbeitern wieder moralisch aufgebaut. Das sei ein einzigartiges Verhalten gewesen, das eine stabile Vertrauensbasis geschaffen habe.
Franz Meyer habe nicht nur über den Wald geredet, sondern auch gehandelt. So habe er Ministerpräsident Horst Seehofer schon wenige Tage nach Kolle in die Region gebracht und der habe auch sofort konkrete Hilfen zugesagt.

Erdung nicht verloren und sicher auf jedem Parkett

Die Waldbauern haben damals große finanzielle Unterstützung erfahren, betonte Nigl. Auch beim Bau des Landratsamtes habe Meyer mit dem Baustoff Holz Maßstäbe gesetzt. Nigl dankte dem Altlandrat mit einem Geschenk und mit Blumen für die Gattin.
Franz Meyer habe die Erdung nie verloren, lobte August Hasreiter. Er habe immer betont, wo er herkomme und stets von der „Hoamat“ gesprochen, die er immer in den Mittelpunkt gestellt habe. Genauso deutlich habe er seine Verbundenheit mit der Land- und der Forstwirtschaft gezeigt. Meyer habe sich auf jedem Parkett bewegen können und verfüge über ein „gigantisches“ Netzwerk. Trotzdem sei er stets ein kompetenter, hilfsbereiter Ansprechpartner gewesen. Seine Hilfe traf prompt ein, dafür herzlichen Dank. Auch diese WBV-Vertreter übergaben ein Geschenk.

„Runde Tische“ waren immer sehr wertvoll

„Wir waren froh, einen so erfahrenen Landrat zu haben“, meinte Christian Graml. Der WBV-Chef stellte, wie seine Kollegen heraus, dass man sich auf Meyer bedingungslos habe verlassen können. Seine runden Tische seien stets sehr wertvoll gewesen. Auch von den Wegscheidern gab es ein Geschenk. Landrat Raimund Kneidinger stellte fest, wer im Wald arbeite, denke in Generationen. Heute nenne man das Nachhaltigkeit und manche würden so tun, als hätten sie das erfunden. Den Altlandrat und die WBV verbinde Vieles. Wer Waldwirtschaft haben wolle, müsse Holz auch einsetzen, wie es der Landkreis in Salzweg beim Bau des Land- ratsamtes gemacht habe. Hier habe der Landkreis Maßstäbe gesetzt.
Franz Meyer zeigte abschließend seine Freude über diese Verabschiedung im familiären Kreis. Er blickte noch einmal auf die großen Kalamitäten zurück, die man gemeinsam angegangen sei. Meyer lobte die Leistungen der WBV, die im Ehrenamt aber auch beruflich erbracht werden. Mit ihm habe es stets ein Zusammenwirken in Freundschaft gegeben. „Wenn ich Zeit habe, dann schau ich auch wieder bei euch vorbei“, schloss Meyer seine Rückschau und wünschte eine gute Zukunft. Josef Heisl