Biosicherheitsmaßnahmen

Geflügelpest: Das Umweltministerium reagiert

Hühner
Thumbnail
Redaktion Wochenblatt
am Montag, 25.10.2021 - 10:50

In Bayern ist in dieser Saison ein erster Fall von Geflügelpest amtlich bestätigt worden. Das Umweltministerium informiert über weitere Schritte.

Cham/OberpfalzIn Bayern ist in dieser Saison ein erster Fall von Geflügelpest amtlich bestätigt worden. Der Nachweis erfolgte im Rahmen des bayerischen Wildvogelmonitorings am 21. Oktober 2021 bei einer im Landkreis Cham erlegten Wildente. In bestimmten Gebieten Bayerns werden deshalb verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen in Haus- und Nutzgeflügelbetrieben gelten. Das kündigte das Bayerische Umweltministerium nun in einer Pressemitteilung an.

Umweltminister Thorsten Glauber

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte dazu in München: "Wir beobachten die aktuelle Situation genau." Die Geflügelbetriebe seien aufgerufen, die vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten um die bayerischen Geflügelbetriebe bestmöglich zu schützen. Die Geflügelpest breitet sich seit dem 15. Oktober 2021 bundesweit aus. Derzeit sind in Deutschland über 16 Fälle von Geflügelpest amtlich festgestellt worden. Eine Ansteckung des Menschen mit dem Erreger über infizierte Vögel oder deren Ausscheidungen ist in Deutschland bislang nicht bekannt geworden.

Die verstärkten Biosicherheitsmaßnahmen für Haus- und Nutzgeflügelbetriebe werden in Bayern auf Grundlage einer zentralen Risikobewertung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) im Landkreis Cham nach entsprechender Anordnung umgesetzt.

Sie gelten sowohl für gewerbsmäßige Geflügelhalter als auch für Züchter und Privatpersonen, die Geflügel halten. Die Anordnung der Maßnahmen und der Erlass der Allgemeinverfügungen liegen in der Zuständigkeit der örtlich zuständigen Kreisverwaltungsbehörden.

(Ein Artikel auf Basis einer Pressemitteilung des Bayerischen Umweltministeriums.)