Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Heiratsantrag

Die Frage aller Fragen stand im Weizenfeld

Hochzeit 2
Gerd Kreibich Portrait
Gerd Kreibich
am Dienstag, 09.08.2022 - 16:23

Der schönste Tag im Leben - das ist der Tag, an dem ein Paar den Bund der Ehe eingeht. So sehen es zumindest die Menschen, die noch ein Herz haben für Romantik und an die große Liebe glauben.

Gemeinsam im „7.Himmel“, der sich in ihrem Fall über dem Rottal spannt: Julia und Manfred feierten ihre Verlobung im Korb eines Ballons in luftiger Höhe.

Doch bis dieser Tag kommt, gilt es zwei wichtige Voraussetzungen zu erfüllen: man muss den Menschen fürs Leben finden und man muss dann auch die entscheidende Frage stellen: Willst Du mich heiraten?

Den Menschen fürs Leben finden: diesen Teil der Hochzeitsvorbereitungen hat der 27 Jahre junge Landwirt Manfred Maier aus Pfarrkirchen schon erledigt - mit seiner Lebensgefährtin Julia Huber hat er die Frau fürs Leben gefunden, die beiden haben einen gemeinsamen Sohn, 11 Monate ist Lucas alt.

"Willst Du mich heiraten?", steht im Weizenfeld

Jetzt ging es als darum, die „Frage aller Fragen“ zu stellen, und dafür hatte sich der junge Landwirt etwas ganz Besonderes einfallen lassen: er lud seine Julia zu einer Fahrt im Ballon ein. Morgens bei Sonnenaufgang ging es los mit dem Luftgefährt eines Ballonfahrers aus Bad Griesbach.

Das Rottal von oben ist um diese Zeit ohnehin schon ein sehr schöner Anblick, doch der absolute Höhepunkt beim Blick aus dem Ballonkorb bot sich für Julia, als der Ballon über einem der Felder von Manfred Maier schwebte: In gestochen scharfen Riesen-Buchstaben stand es da zu lesen:

Keinen Korb im Korb

Die Antwort der völlig überraschten Angebeteten kam noch im Ballonkorb: ein klares „Ja“ gab es von Julia für Manfred - und das wurde dann auch noch mit einem Glaserl Sekt besiegelt, der von Manfred in den Plan eingeweihte Ballonfahrer hatte ein entsprechendes Flascherl gekühlt dabei.

Dass die junge Frau und angehende Braut durchaus gerührt war von der Idee ihres Lebensgefährten, dürfte aber neben der romantischen Groß-Inschrift auf dem Feld noch einen anderen Grund haben: Manfred Maier hat Höhenangst, wie er zugibt, für die Fahrt im Ballon hat er die aber so gut wie möglich unterdrückt. Als gelernte Kaminkehrerin kennt seine Julia dieses Gefühl natürlich nicht, dass Manfred mit ihr in luftige Höhen aufgestiegen ist, rechnet sie ihm hoch an.

Von langer Hand vorbereitet

Manfred Maier hat seinen Plan übrigens genau ausgearbeitet: die Inschrift wurde gestaltet am Computer, danach wurden die Daten im Schlepper eingegeben, per GPS wurden die Buchstaben perfekt ausgemäht, fast sieben Stunden dauerte das, aber es hat sich gelohnt, das weiß er spätestens seit dem „Ja“-Wort im Himmel über dem Rottal.

Wann genau die Hochzeit sein wird, das steht noch nicht fest - das Wochenblatt wünscht aber schon jetzt alles Gute auf dem gemeinsamen Weg durchs Leben!