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Familienberatung

Familie in Einklang bringen

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Stefanie Hintermayr
am Freitag, 10.12.2021 - 09:29

Seit 30 Jahren sorgt sich die Ländliche Familienberatung im Bistum Passau um die Menschen und ist darin unentbehrlich geworden.

Parzham/Lks. Passau Auf dem Bruder-Konrad-Hof Parzham wurde jetzt ein großes Jubiläum gefeiert: 30 Jahre Ländliche Familienberatung (LFB) im Bistum Passau. Nach dem Dankgottesdienst mit Bischof Stefan Oster SDB wurden bei der Feier die vier neuen LFB-Beraterinnen und -Berater beauftragt.

Dieses Jubiläum ist eine schöne Feier wert

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„Parzham ist ein Bauernhof und noch dazu ein geistlicher Ort. Das passt ganz gut zu unserer heutigen Jubiläumsfeier.“

Mit diesen Worten begrüßte Helga Grömer, hauptamtliche Leiterin der Ländlichen Familienberatung (LFB) im Bistum Passau, die Fest- und Ehrengäste an diesem Festtag.

Bischof Stefan Oster SDB war gekommen, ebenso Landrat Reimund Kneidinger, viele Verbandsvertreter, LFB-Berater sowie weitere Fest- und Ehrengäste, sehr zur Freude von Helga Grömer. „Wie schön, dass Sie alle heute hier sind und mit uns feiern. Aber die wirklichen Ehrengäste fehlen heute – unsere vielen Klientinnen und Klienten, die bei uns anrufen und Hilfe suchen.“

Ein sehr wertvoller Beratungsdienst

Für sie, Familien und Einzelpersonen in Landwirtschaftsbetrieben, leistet die LFB seit nunmehr 30 Jahren einen wertvollen Beratungsdienst. Helga Grömer brachte es auf den Punkt: „Es geht darum, Familie und Betrieb in Einklang zu bringen, weil man das in einem Familienbetrieb nicht trennen kann.“ Sie betonte, dass der Beratungsbedarf von Jahr zu Jahr steige; Stress und Überforderung auf Höfen nehmen stetig zu, und viele seien schlichtweg am Limit. Da brauche es die guten Berater und Beraterinnen der LFB, deren Kreis an diesem Abend um vier neue auf insgesamt acht erweitert wurde.

Probleme lösen mit guter Kommunikation

Das Engagement sowohl der haupt- als auch der ehrenamtlichen Berater und Beraterinnen würdigte Domdekan Hans Bauernfeind, Hauptabteilungsleiter Seelsorge und Evangelisierung, eingangs mit den Worten: „Dabei kommen die wirtschaftlichen und betrieblichen Nöte genauso zur Sprache wie die Familien, das Miteinander der Generationen und die Fragen, die sich für Einzelne auftun.“
Die Berater und Beraterinnen versuchten, zu ordnen und Überblick zu schaffen, nicht zuletzt durch Kommunikation, so Bauernfeind: „Sie ist unerlässlich, gerade wenn das Verhältnis von Arbeit und Familie so eng verknüpft ist wie in landwirtschaftlichen Betrieben.“

Bischof spricht vom Dienst am Reich Gottes

Was ist eigentlich das Reich Gottes? Diese Frage gab Bischof Stefan Oster den Festgästen zu Beginn seiner Predigt als Impuls. „Beratungstätigkeit ist ein Dienst am Reich Gottes“, betonte der Bischof und fügte hinzu: Am Ende geht es doch immer um die Qualität unserer Beziehungen.“ Dass diese besser und harmonischer würden, dafür sorgten die Beraterinnen und Berater der LFB durch ihr Engagement für die Familien.
Höhepunkt des an den Gottesdienst anschließenden Festakts war, neben einem Rückblick zu den Anfängen der Ländlichen Familienberatung, die Beauftragung der vier neuen Berater und Beraterinnen. Bischof Stefan Oster überreichte Brunhilde Brunlehner, Margret Döberl, Monika Hopper und Alois Penninger feierlich ihre Urkunden.

Jetzt sind acht Berater und Beraterinnen tätig

Damit wurde der Kreis der LFB-Berater und Beraterinnen zur Freude aller auf acht erweitert. Sie werden ebenso beherzt wie die Berater und Beraterinnen in den letzten 30 Jahren auch in Zukunft für eine gemeinsame Sache einsetzen – so hat es Helga Grömer einmal formuliert: „Glückliche Familien auf Betrieben, die gut laufen“.