Lebensmittel

Erzeugung und Verarbeitung zeigen

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Pressemitteilung
am Dienstag, 21.07.2020 - 09:40

Projektwoche Alltagskompetenz: Bäuerinnen wollen Kooperation mit Handwerksbetrieben.

Bildung hat eine große Bedeutung für unsere Gesellschaft, denn Schülerinnen und Schüler bekommen in der Schule die Grundlagen und das nötige Handwerkszeug für ihr späteres Leben mit auf den Weg.

„Trotz der vielfältigen Inhalte unserer Lehrpläne stellen wir fest, dass viele Schülerinnen und Schüler Defizite bei Alltagskompetenzen haben“, schilderten die Bezirksbäuerin Rita Blümel und Irene Waas vom Bayerischen Bauernverband ihr Anliegen im Rahmen eines Austauschs mit dem Präsidenten der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz Dr. Georg Haber.

Lange gestellte Forderung mit Leben zu füllen

„Wo Obst, Gemüse und Fleisch herkommen, wie man bewusst diese Nahrungsmittel einkauft und dann zu einem gesunden Menü zubereitet – diese Zusammenhänge scheinen immer mehr jungen Menschen abhanden zu kommen“, so die beiden Bezirksbäuerinnen.

Zum Schuljahr 2020/21 soll es nun endlich an den allgemeinbildenden Schulen ein Konzept „Schule fürs Leben“ geben. „Damit hat die Bayerische Staatsregierung eine lange gestellte Forderung der Landfrauen im Bayerischen Bauernverband aufgegriffen und die gilt es jetzt mit Leben zu füllen“, so die Bezirksbäuerinnen.

Handwerk bietet Einblick

„Um dem ganzheitlichen Ansatz gerecht zu werden, wollen wir auch Einblicke in Handwerksbetriebe entlang der gesamten Produktionskette bieten“, so Gerhard Stadler, BBV Präsident in Niederbayern.

So könnten beispielsweise Bäcker, Metzger und Bauernhöfe im Rahmen der Projektwoche „Schule fürs Leben“ ihre Türen öffnen oder über Filmbeiträge und Lehrmaterialien den Schülern Einblicke vermitteln.

Offen für Kooperationen

Josef Wutz verwies auf die vielfältigen Themen, die im Rahmen der Projektwoche bearbeitet werden können, darunter Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt.

Handwerkspräsident Dr. Haber zeigte sich offen für Kooperationen zwischen Handwerk und Landwirtschaft: „Es ist wichtig, den Schülerinnen und Schülern realistisch und altersgerecht aufzuzeigen, wie die Erzeugung von Lebensmitteln auf den Höfen und die Verarbeitung durch das Handwerk aussehen“, darin war sich die Gesprächsrunde einig.