Beratung

Erster Waldzukunftsplan ist fertig

Neumarktplan_gk
Lorenz Märtl
am Freitag, 13.03.2020 - 07:55

Premiere für ein neues Beratungsangebot des AELF Neumarkt im Rahmen der Initiative „Zukunftswald Bayern“:

Winberg/Lks. Neumarkt - Landwirt Andreas Schuster aus Winberg konnte von Forstdirektor Harald Gebhardt seinen speziellen „Waldzukunftsplan“ entgegennehmen.

Zwei Monate hat die eigens dafür angestellte forstliche Fachkraft Volker Labudda in enger Abstimmung mit dem Waldbesitzer an dem Werk gearbeitet, das aufzeigt, wie sich die rund 40 ha Wald von Andreas Schuster in Zukunft entwickeln sollen. Ein Handbuch, das nicht nur eine Bestandsaufnahme ist, sondern konkret aufzeigt, wie man den vielfältigen Herausforderungen des Klimawandels begegnen will.
Ziel sei die Etablierung von klimatoleranten Wäldern und der Erhalt der Waldvielfalt auch für zukünftige Generationen, betonte Leitender Forstdirektor Harald Gebhardt.
Die rund 13 000 Waldbesitzer im Landkreis würden ihre Verantwortung sehr ernst nehmen und ein hohes Maß an Weitsicht zeigen, „denn sie wollen der nachfolgenden Generation einen Wald übergeben, der mindestens genauso schön, ökologisch und werthaltig ist wie der heutige Wald.“ Waldwirtschaft bedeute für sie nicht nur Holzernte, sondern die Pflege des Waldes, den Erhalt von Lebensräumen für die Vögel oder seltene Arten und den Schutz der Bäume vor Schädlingen. Ein Wald, der nicht mehr gepflegt und bewirtschaftet werde, habe nur begrenzte Klimaschutzeffekte.
Mit den bereits angelegten Beispielflächen im Raum Parsberg und der jetzt begonnenen Erstellung der Waldzukunftspläne will das AELF das Interesse für Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel in den Wäldern wecken.
Da kommt das von Forstministerin Michaela Kaniber angekündigte millionenschwere Förderprogramm für den Aufbau klimafester und artenreicher Wälder gerade recht. Die Ministerin hat die Zuschüsse für private Waldbesitzer und Kommunen, die zukunftsfähige Mischwälder pflanzen, pflegen und erhalten, nahezu verdoppelt. Damit übernimmt der Freistaat künftig bis zu 90 Prozent der entstehenden Kosten.