Bildung

Echte Hoffnungsträger für die Landwirtschaft

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Hans Nöbauer
am Freitag, 30.07.2021 - 07:55

44 Studierende der Staatlichen Höheren Landbauschule Rotthalmünster freuen sich über gute Resultate trotz erschwerter Bedingungen.

Rotthalmünster/Lks. Passau Gut drei Monate lang Distanz- und dazwischen intensiv genutzter Präsenzunterricht, außerdem weder Eltern- noch Schulfesttage: Top qualifiziert, hoch motiviert und stark engagiert glänzten 44 Studierende der Staatlichen Höheren Landbauschule Rotthalmünster (HLS) trotz vieler Corona-bedingter Widrigkeiten als viertbester aller 55 bisher registrierten von bislang 60 HLS-Jahrgängen.

„Wenngleich heuer an der Teilnahme verhindert, dürfen alle Erziehungsberechtigten zurecht stolz auf ihre jederzeit verlässlichen Sprösslinge sein und letzteren mit viel Vertrauen ihren Betrieb übergeben“, sagte der Schulleiter Robert Schnellhammer (zugleich Leiter des AELF Passau-Rotthalmünster) bei der Zeugnis-Verleihung und bezeichnete die frisch gebackenen Staatlichen Agrarbetriebswirte und -wirtinnen als „echte Hoffnungsträger einer zukunftsorientierten Landwirtschaft“.

Herz und Charakter prägen

„Wir sollen Wissen vermitteln, Herz und Charakter prägen“, zitierte der Schulleiter aus der Schulordnung. Corona hat einige Veranstaltungen, die dieses Ziel verfolgen, verhindert. Umso dankbarer zeigte sich Schnellhammer, dass trotz Corona „informative Halbtages- und Tagesfahrten, lehrreiche Versuchsfeld-Projekte und sogar spontan organisierte Betriebsbesichtigungen“ stattfinden konnten.

Aussagen von Seiten der Schüler wie „diese Schule ist für jeden empfehlenswert“ oder „die beste Schule, die ich besucht habe“, bestärkten den Schulleiter darin, mit dem vermittelten praktischen und theoretischen Wissen auf dem richtigen Weg zu sein. Nach der Kombination aus grundlegender Landwirtschaftslehre samt aufbauendem HLS-Besuch als krönenden berufsvorbereitenden Praktiker-Abschluss seien „alle Betriebsfachleute nunmehr gefordert, sich selbst weiter fachlich fortzubilden sowie Neues prüfend anzunehmen und umzusetzen. Kurzum: Auch eine gehörige Portion Schneid für das Handwerk Landwirtschaft aufzubringen“, betonte Schnellhammer.

Zu den beiden wichtigsten Fach- und Sachkompetenzen rechnete LD Peter Schwappach (Prüfungsvorsitzender/Regierung von Unterfranken) neben der „Fähigkeit, zunehmend schwierigere Rahmenbedingungen mit einem Höchstmaß an eigenen Kreativ-Lösungen zu verknüpfen“ speziell auch den „intensiven Umgang mit elektronischen Kommunikations- und Online-Medien“.

Als stellvertretender Vorsitzender des Verbandes der Ingenieure, Techniker und Betriebswirte für Agrarwirtschaft in Bayern warb Manfred Aue (zugleich Chef der Münsterer HLS-Verbindung/Spitzöd im Lks.Passau) nachhaltig zum „Besuch topaktueller HLS-Seminartage auch mit aufschlussreichen Versuchs-Berichten aus der gesamten Bandbreite des innovativen Agrarwesens“, während zuletzt die beiden HLS-Moderatoren Simon Koller (Tittling/Passau) und Johannes Anzenberger (Aschau am Inn/Mühldorf) dem Corona-Studienjahr im Rahmen eines humorvollen Zwiegesprächs noch ein paar heitere Noten abgewinnen konnten.

Beste Absolventen aus einem der besten Jahre

Die besten Absolventen waren: Georg Franz Hirschenauer (Fürstenzell/Lks. Passau); Julian Raindl (Waldneukirchen/Oberösterreich); Thomas Fischer (Gerzen/Landshut); Johannes Reitberger (Hohenwart/Pfaffenhofen); Josef Stadler (Pfeffenhausen/Landshut); Robert Lorenz (Amsham/Passau); Thomas Gasteiger (Günding/Dachau); Georg Franz Pritscher (Ergoldsbach/Landshut).