Gebietsausweisung

Düngeverordnung - Einstufung sorgt für Irritationen

Thumbnail
Kein Bild vorhanden
Externer Autor
am Montag, 12.11.2018 - 09:15

Der Hahnbacher Sattel ist als „rotes Gebiet“ ausgewiesen. Der BBV Amberg-Sulzbach hakt nach.

Irritationen beim BBV-Kreisverband um das „rote Gebiet“ Hahnbacher Sattel im Landkreis Amberg-Sulzbach. Als solches ist es nämlich auf der Karte im Rahmen der Verordnung der Bayerischen Staatsregierung zur Umsetzung der Düngeverordnung ausgewiesen. Bei der Kreisversammlung in Forsthof machte BBV-Kreisobmann Peter Beer seinem Unmut Luft: „Undefinierbar, wie das zustande kommt.“
BBV-Geschäftsführer Thomas Bayerl, der die Messergebnisse und die 31 Messstellen kurz erläuterte, ist bereits aktiv geworden. Ihm wurde seitens des Wasserwirtschaftsamtes eine neue Karte zugesagt, die aber noch nicht vorliegt. Vor allem will man wissen, wieviel Fläche eine Messstelle repräsentiert, weil im Großteil der angedachten Fläche an keiner Messstelle der Grenzwert von 50 mg Nitrat überschritten wird, sondern weit darunter liegt. Würde es beim jetzigen Zuschnitt bleiben, bedeute dies zusätzliche erhebliche Einschränkungen bei der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung.
Drei Maßnahmen wären dann für alle Betriebe, die darin Feldstücke haben, vorgeschrieben: Bodenstickstoffuntersuchung auf allen Schlägen (Ausnahme: mehrschnittiger Feldfutterbau); Untersuchung von Wirtschaftsdünger und Gärrestrückständen auf Stickstoff und Phosphat vor dem Ausbringen; Erhöhung der Abstände zu Gewässern bei der Düngung von 4 auf 5 m, auf stark geneigten Flächen von 5 auf 10 m. Die Ergebnisse der Untersuchungen müssen dann bei der Düngeplanung entsprechend berücksichtigt werden. Für die weißen Gebiete auf der Karte gilt die Düngeverordnung ohne Einschränkung, für grüne Bereiche gibt es Erleichterungen. Der stellvertretende BBV-Bezirkspräsident Ely Eibisch empfahl aus seiner Erfahrung den Landwirten freiwillige Kooperationen mit den Wasserversorgern. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand die geplante Neuordnung der GAP.
Einzelheiten zur neuen Düngeverordnung und Sperrfristverschiebung bei der Gülleausbringung erörterte LOR Matthias Feierler vom AELF Amberg. Seine Kollegin Ursula Eckl wies darauf hin, dass 2019 die Fachschule für Hauswirtschaft in Amberg wiedereröffnet wird und informierte über das Veranstaltungsprogramm zu Ernährung und Gesundheit. Infos zur Erwachsenbildung in den Ortsverbänden durch das BBV-Bildungswerk hatte Susanne Schreiner-Janning, die Geschäftsführerin für Niederbayern und Oberpfalz, parat.
Kritische Stimmen gab es in der Diskussion zur Dürrehilfe. Die Rede war von einem Tropfen auf den heißen Stein. Bezirkspräsident Ely Eibisch brachte es so auf den Punkt: „Nur Ärger und wenig Positives.“ Lorenz Märtl