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Jubiläum

Direktvermarktung: Qualität vom Hof seit 25 Jahren

Direktvermarkter Rottal-Inn_b
Gerd Kreibich Portrait
Gerd Kreibich
am Montag, 14.03.2022 - 09:49

Der Direktvermarkter-Verein im Landkreis Rottal-Inn feiert sein Gründungsjubiläum.

Pfarrkirchen/Lks.Rottal-Inn Ein schöner Geburtstag steht bevor: Während der Landkreis Rottal-Inn 50 Jahre Bestehen feiert, wird der „Verein für ein bäuerliches Rottal-Inn“ 25 Jahre alt. Die Direktvermarkter wollen das feiern und stellen derzeit ein entsprechendes Programm auf die Beine.
Der Auftakt soll der Frühlingsmarkt in Bad Birnbach am 24. April sein, zu dem auch Ehrengäste eingeladen werden sollen. Den Abschluss bildet ein großer Festabend im Herbst. „Und dazwischen versuchen wir mehrere Hoffeste und Veranstaltungen zu organisieren, je nachdem was die Pandemie zulässt“, erklärte Vorsitzender Ludwig Reil.

Mit einem Runden Tisch hat alles angefangen

In den 25 Jahren Vereinsgeschichte ist einiges passiert, wie Reil in einem kurzen Rückblick in der Sitzung betonte: „1996 begann man mit einem Runden Tisch, mit Vertretern von BBV, Landratsamt, Landwirtschaftsamt und vielen Landwirten und Direktvermarktern“, erinnerte er. Aus diesem Kreis heraus wurde dann 1997 der „Verein für ein bäuerliches Rottal- Inn e.V“. gegründet.
Ein einschneidendes Ereignis sei das Leaderprojekt 2015 gewesen. Mit dieser Europa-Förderung und mit Unterstützung des Landratsamtes habe man sich noch einmal ganz neu aufstellen können „und seitdem geht es bergauf“, unterstrich Ludwig Reil.

Ohne Homepage und Internet geht es nicht

Mit einer professionellen Öffentlichkeitsarbeit und neuen Konzepten zweier regionaler Büros stiegen nicht nur die Kundenzahlen. Auch einige junge Landwirte schlossen sich dem Verein an und so wurden aus 18 aktiven Mitgliedern bis heute fast 50. Eine Homepage wurde erstellt, die Betreuung von Instagram und Facebook läuft sehr gut und der Rückhalt aus der Bevölkerung ist groß.
„Manchmal braucht es einfach die richtigen Leute zur richtigen Zeit und dann kann was Großes entstehen“, freut sich Ludwig Reil – beispielsweise der Messestand auf der Grünen Woche in Berlin, mit dem der Verein eine hervorragende Resonanz erzielen konnte.

Optimistisch in eine erfolgreiche Zukunft

„Die Leute legen immer mehr Wert auf gesundes Essen. Es wird oft diskutiert über Qualität und Tierwohl. Wir Direktvermarkter stehen voll hinter unseren wertvollen Produkten und sind stolz auf das, was wir produzieren“, unterstrich Ludwig Reil. Von der Strohsau bis zur Alpakaseife spanne sich der Bogen mittlerweile. „Wir hoffen, dass die Kunden die Qualität, die kurzen Wege und unseren Dienst in der Landschaftspflege auch in Zukunft honorieren und dass sich der ein oder andere noch dazu entscheidet, wieder mehr regional zu kaufen“, so die Hoffnung des Vereinsvorsitzenden.
Denn selbstverständlichen seien die bäuerlichen Direktvermarkter gerne dazu bereit, ihren Beitrag zu leisten für die Versorgung mit gesunden Produkten aus heimischer Erzeugung. Wichtig sei aber auch, dass dieses Angebot von den Verbrauchern nachgefragt werde.