Gedankenaustausch

Brüssel besucht Niederbayern

Manfred Weber
Melanie Bäumel-Schachtner
am Donnerstag, 16.01.2020 - 08:26

Agrarpolitisches Gespräch mit EVP-Fraktionsvorsitzende Manfred Weber (CSU) und Marlene Mortler, agrarpolitische Sprecherin der CSU-Fraktion im Europaparlament.

Mamming/Lks. Dingolfig-Landau - Derzeit werden in Brüssel die Weichen für die neue Förderperiode gestellt. Dabei geht es auch darum, was die niederbayerischen Bauern in Zukunft von der EU bekommen. Aus diesem Grund hat sich der Europaabgeordnete und EVP-Fraktionsvorsitzende Manfred Weber (CSU) jüngst mit Marlene Mortler, agrarpolitische Sprecherin der CSU-Fraktion im Europaparlament, dem BBV-Präsidenten Walter Heidl, dem niederbayerischen BBV-Bezirkspräsidenten Gerhard Stadler und weiteren Vertretern aus der Landwirtschaft zu einem ausgiebigen agrarpolitischen Gespräch getroffen. Es fand auf dem Betrieb von Friedhelm Dickow in Ruhsam bei Mamming statt.

„2020 ist für Niederbayern ein wichtiges Jahr: Es wird sich auf das ganze Jahrzehnt auswirken“, so Weber bei dem Gespräch. Es gelte nun, sich Gelder für diese Finanzperiode zu sichern. Weber mahnte an, auch Berlin müsse seinen Beitrag leisten und die EU mit Mitteln ausstatten.

„Die Betriebe in Niederbayern brauchen dabei eine weitere Förderung der ersten Hektare – das bedeutet, dass auch die kleineren und mittleren Betriebe Gelder erhalten können. Es gilt, die familiären Betriebe noch mehr zu unterstützen“, machte der Europapolitiker deutlich. Weitere Themen waren das neue Klimaschutzprogramm der EU, die mangelnde Wertschätzung der Landwirtschaft, Bürokratieabbau und die Nitratdiskussion.

Die Politik müsse die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, damit der Landwirt wirtschaften könne, unterstrich auch Heidl. Marlene Mortler erklärte, die Politik wolle und brauche die Landwirtschaft.