Zertifizierung

Bio-Zulassung für Vion in Landshut und Vilshofen

Vion in Landshut
BLW
am Freitag, 07.05.2021 - 06:30

Vion reagiert auf steigende Nachfrage: In Landshut und Vilshofen werden nun in den Vion-Betrieben auch Bio-Schweine geschlachtet.

Landshut/Vilshofen Die Nachfrage nach Bio-Fleisch steigt rasant - wenn auch insgesamt auf einem niedrigen Niveau. Allein im Segment Schweinefleisch stieg der Absatz in Deutschland 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 48,9 % auf 11.534 t. Noch deutlicher ist die Entwicklung bei Rind: Laut GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) stieg der Bio-Anteil hier innerhalb eines Jahres um 57,8 % auf 16.071 t. Sortenübergreifend erreichte Biofleisch damit hierzulande erstmals einen Marktanteil von knapp drei Prozent.

Wie Dr. Stephan Kruse, Direktor Landwirtschaft von Vion, laut einer Pressemitteilung erklärt, sei die Nachfrage nach Bio-Fleisch „sogar weit höher und kann selbst mit verfügbaren Importen nach Deutschland nicht ausreichend bedient werden". Zudem seien Bio und Import laut Kruse „doch auch zwei widersprüchliche Gedanken“.

Bio und Regionalität verbinden

Franz Schwaiger, Verkaufsleiter Süd Vion Pork

Dass Vion jetzt seine Schweineschlachtbetriebe in Landshut und Vilshofen durch eine unabhängige, neutrale Zertifizierungsstelle bio-zertifizieren ließ, hat laut dem Unternehmen noch andere Gründe. „Einerseits bieten wir nach der erfolgreichen Prüfung nun mit der durchgängigen Bio-Zertifizierung all unserer bayerischen Betriebe nach den Rinderbauern auch den Schweinhaltern kurze Wege an, die Bio und Regionalität verbinden“, erklärt Franz Schwaiger, Verkaufsleiter Süd in der Business Unit Pork von Vion. „Und mit den 2 neu zugelassenen Standorten Vilshofen und Landshut sowie unserem Betrieb in Crailsheim können wir in einem geschlossenen Kreis aus Nachhaltigkeit, Regionalität und Bio jetzt gemeinsam mit den Landwirten und unseren Kunden in Süddeutschland verstärkt regionale Bio-Konzepte erarbeiten“.

Vion verweist in einer Pressemitteilung darauf, dass vom niederländischen Groenlo aus seit 40 Jahren die Aktivitäten der Konzerntochter „De Groene Weg“ gesteuert werde. „De Groene Weg“ sei, wie es weiter heißt, der heute zweitgrößte Biofleisch-Anbieter Europas. Das Konzept dahinter habe Vion deutschen Landwirten erst zur „Biofach“ im Februar, der Weltleitmesse für ökologische Konsumgüter in Nürnberg, vorgestellt: den Aufbau weiterer nachhaltiger und nachfrageorientierter Lieferketten auch in Deutschland.

Die Erzeugergemeinschaft Kaufbeuren beliefert den Vion-Betrieb Buchloe mit Färsen und Ochsen aus der Allgäuer Bio-Landwirtschaft. Franz Schwaiger wird hierzu in der Pressemitteilung zitiert: „Vom Bauern über den Schlachtbetrieb bis zur Kühltheke im Handel – in der kompletten Lieferkette bleibt bei diesem Programm alles immer in Schwaben.“ Im selben Sinne korrespondiere bei Vion die Bio-Zulassung der Betriebe Landshut und Vilshofen, so Schwaiger, „ab sofort auch im Bereich Schwein mit dem signifikant zunehmenden Verbraucherwunsch nach Bio aus der Region“.

Artikel auf Basis einer Pressemitteilung von Vion