Konferenz

Bewusstsein für regionale Lebensmittel stärken

Ilse Aigner
Elisabeth Ammer
am Donnerstag, 24.06.2021 - 12:08

Der MR Straubing/Bogen begrüßt zur Jahresversammlung Landtagspräsidentin Ilse Aigner. Sie blickt auf ihre Zeit als Bundeslandwirtschaftsministerin zurück und geht auf aktuelle Herausforderungen ein.

Straubing-Bogen Die Coronapandemie machte es notwendig, die Jahreshauptversammlung des MR Straubing/Bogen online zu veranstalten. Rund 200 Mitglieder schalteten sich zu, wie Vorsitzender Franz Dissen erfreut zur Kenntnis nahm. „Die Jahreshauptversammlung ist wichtig, einerseits um den Kontakt zu den Mitgliedern zu halten, aber auch, um die notwendigen Beschlüsse zu fassen“, hielt der Vorsitzende fest. Das Positive an dem Onlineformat sei, dass man Gäste, wie Landtagspräsidentin Ilse Aigner, zur Versammlung einladen könne. Ilse Aigner fungierte als damalige Bundeslandwirtschaftsministerin seinerzeit als Festrednerin beim 50-jährigen Jubiläum des MR Straubing/Bogen.

Landtagspräsidentin hat Landwirtschaft im Blick

Ihre Zeit als Bundeslandwirtschaftsministerin war spannend und schwierig, erinnerte sich Aigner. Und noch heute seien ihr die Themen, die für die Bäuerinnen und Bauern wichtig sind, ein großes Anliegen. „Die Spaltung zwischen Verbraucher und Erzeuger wird stärker“, sagte Ilse Aigner. Deshalb werde es eine Daueraufgabe werden, das Bewusstsein für regionale Lebensmittel zu stärken, die Wegwerfquote bei Lebensmitteln zu reduzieren und auch die Wertschätzung bei Lebensmittel mit höherem Preis zu steigern, wie Ilse Aigner verdeutlichte.

Ein Hofladen stärkt die Nähe zum Verbraucher

Marion Schreyer aus Straubing stellte ihren Hofladen vor, der seit letztem Sommer eine tolle Erfolgsgeschichte hingelegt habe. Mit dem Hofladen, der mittlerweile rund 400 Produkte führt, habe sie sich einen Wunsch erfüllt, sagte Schreyer. Ein toller Aspekt sei die Nähe zum Verbraucher und die vielen Gespräche über die erforderlichen Arbeiten und Maßnahmen in der Landwirtschaft, wie Marion Schreyer verdeutlichte.

Ilse Aigner

Der Maschinenring habe in 2020 einen Verrechnungswert von 9,2 Mio. € erreicht, wie Geschäftsführer Martin Krinner in seinem Geschäftsbericht betonte.

Man habe sich an die geltenden Regeln angepasst und Gesamtvorstandssitzungen oder auch die Fortbildung zum Sachkundenachweis online durchgeführt. Als bedeutendste Leistungsgruppen machte er die Bereiche Transport, Körnerernte, Hackfruchternte und Betriebshilfe aus. „Die Stärkekartoffelverladung per Maus ab Feld ist ein neues Projekt in Zusammenarbeit mit Südstärke“, sagte der Geschäftsführer. Im letzten Herbst wurden 14 674 t Stärkekartoffeln von 27 Landwirten verladen.

Zum klassischen Kerngeschäft gehöre die Betriebs- und Haushaltshilfe, es konnte in 100 565 Einsatzstunden 125 Betrieben in Notsituationen weitergeholfen werden, richtete er einen Dank an die Einsatzkräfte.

Die MR Niederbayern GmbH bot im letzten Jahr 40 Landwirten bei 240 gewerblichen Kunden einen interessanten Zuverdienst, wie Krinner aufzeigte. Damit habe die bäuerliche Selbsthilfeeinrichtung ihren Aufgaben auch in anspruchsvollen Zeiten wieder vollumfänglich gerecht werden können.