Jungunternehmer

Beste Qualität vom „Käse-Max“

Käserei von Max Klughammer
Josef Tiefenbeck
am Freitag, 16.04.2021 - 14:30

Maximilian Klughammer aus Wurmsham veredelt Milch und baute erfolgreich eine Käserei auf. Die Nachfrage ist groß.

Der Trend zur Verarbeitung und Vermarktung von regionalen Produkten geht stetig, wenn auch langsam, nach oben und die Verbraucher kaufen bewusster Nahrungsmittel aus heimischer Herkunft, von denen sie wissen, wo und wie sie erzeugt werden. Klughammer hat vor sechs Jahren mit der Verarbeitung der hofeigenen Milch begonnen. Seit acht Jahren werden Frischmilch und weitere Produkte im „Millihäusl“ angeboten.

Der Bauernsohn Maxi Klughammer ist von Grund auf mit der Milchwirtschaft und den Kühen auf dem elterlichen Hof aufgewachsen und begann nach der Schulzeit die Lehre als Molkereifachmann in der Grünlandmolkerei Salmannskirchen. Die Berufsschule besuchte er in Kempten, der einzigen Fachschule Bayerns. Es folgte die Prüfung zum Käsemeister, nebenbei begann er zu Hause mit dem Aufbau einer eigenen Käserei.

Große Unterstützung kam von den Eltern

Die hofeigene Milch war vorhanden und der Drang zur Selbstständigkeit bewegten den „Käse-Max“ zum Aufbau einer Käserei. Die Eltern Josef und Monika waren von Anfang an begeistert und unterstützten den Jungunternehmer bei seinem Vorhaben. Schon ein Jahr nach der Meisterprüfung wurde in einem Container die erste Milch zu Käse verarbeitet. Inzwischen werden im eigenen Gebäude monatlich etwa 9000 Liter Rohmilch verarbeitet und weitere 1500 Liter in der Milchtankstelle verkauft, die sich unweit des Hofes, an der Straßenkreuzung Wurmsham-Seifriedswörth, Abzweigung Am-pfing, befindet.

Käsesortiment wird immer vielfältiger

Einen Tag in der Woche wird die hofeigene und an drei Tagen Fremdmilch zu Käse verarbeitet. Diese Fremdmilch wird, aus hygienischen Gründen, von Klughammer aus Betrieben – zwei davon Bio – abgeholt. Diese liegen in den angrenzenden Landkreisen und sind ebenfalls Selbstvermarkter. Die Nachfrage ist größer, als verarbeitet werden kann.

In der Käserei, bei der ein weiterer Fachmann sowie Hilfskräfte mitwirken, werden eine Reihe von Käsesorten hergestellt und zum Reifen gelagert. Schnittkäse mit Gewürzmischungen, wie frischem Bärlauch, Chili, Paprika usw., Weich- oder Hartkäse, wie Camembert, Limburger, Feta für Salate, Hügelkäse (Bergkäse) und für Feinschmecker den „Pikanter-Max“.

Von dem zertifizierten, milchverarbeitenden Betrieb wird Käse, der teils drei Monate reifen und alle zwei Tage mit salziger Lösung „geschmiert“ werden muss, bei den umliegenden Automaten, Lebensmittelgeschäften und Bauernmärkten angeboten. Für den Vertrieb ist Freundin Marianne, seit wenigen Tagen nun die Frau vom „Käse-Max“, zuständig.