Verein für ein bäuerliches Rottal-Inn

„Wir Bauern sind systemrelevant“

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Gerd Kreibich Portrait
Gerd Kreibich
am Freitag, 31.07.2020 - 10:37

Rottaler Direktvermarkter setzen in der Coronakrise auf Zusammenhalt

Es gab viel zu besprechen bei der ersten Vorstandsitzung des Vereins für ein bäuerliches Rottal-Inn seit den Corona-Beschränkungen. Die Betriebe haben die vergangenen Monate gut überstanden, wie in den Berichten deutlich wurde. „Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig die heimische Landwirtschaft ist. Wir sind systemrelevant und es muss das Ziel der Gesellschaft sein, dass kein kleiner Bauer mehr aufgeben muss. Die kleinen Strukturen sind es, die unsere Region mit guten Lebensmitteln versorgen können. Auf uns kommt es an“, stellte Vorsitzender Ludwig Reil fest.

Den Verbrauchern die Region bewusst nachen

Gerade die Direktvermarkter Rottal-Inn zeigen, darin waren sich die Anbieter einig, wie vielfältig die Produktpalette im Landkreis ist: Von Obst, Gemüse, Bio-Säften, Honig, Eiern, Fleischerzeugnisse vom Schwein, Rind und Schaf sowie Geflügel ist alles dabei, sowohl biologisch wie konventionell erzeugt – für die Kunden würden da kaum Wünsche offen bleiben.
„Wir wollen die Verbraucher bestärken, weiter bei den Landwirten in der Region einzukaufen! Kurze Wege, CO2-neutral und gute Qualität aus unserem Landkreis – das sind unsere Stärken!“
Auch wenn wegen Corona heuer wohl keine größeren Veranstaltungen und Hoffeste möglich sind, wollen die Mitglieder des Vereins für ein bäuerliches Rottal-Inn auch weiterhin präsent sein. Viele haben sich in der Zeit der Beschränkungen sehr innovativ im Internet gezeigt.
In den sozialen Medien wurde aktuell veröffentlicht, welches Mitglied welches Angebot hat. PR-Mann Andreas Biermeier sei hier unerlässlich gewesen, lobte Reil. Es wurde auf g’schmackige Speisen zum Mitnehmen hingewiesen, die aktuellen Öffnungszeiten waren zu lesen und überhaupt hat sich bewiesen: In der Krise halten die Landwirte zusammen. Ein großes Ziel der Direktvermarktung ist es, noch mehr Kaufmöglichkeiten zu schaffen.

Dorfläden sollen unterstützt werden

Auch die Dorfläden im Landkreis will der Verein weiter unterstützen, zurzeit werden in Zeilarn und Julbach neue Gebäude gebaut. Hier wollen die Direktvermarkter den Betreibern gerne helfen, den Verkauf von regionalen Lebensmittel voranzubringen. „Auf gute Netzwerke kommt es an. Gemeinsam sind wir stark, das haben wir jetzt wieder gespürt“, sagte Reil.
Anna-Elisabeth Hager vom Landwirtschaftsamt Pfarrkirchen informierte über Aktuelles. Sie freute sich über den großartigen Erfolg der Öffentlichkeitsarbeit des Vereins. „Viele bayerische Kollegen fragen bei mir nach, wie das die Direktvermarkter Rottal-Inn so toll hinbekommen haben. Sie sind begeistert und das macht natürlich auch uns im Amt sehr stolz.“