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Ausbildung zum Agrarwirt, Bio- und Umwelttechnologen

Agrarwirt
Gerd Kreibich Portrait
Gerd Kreibich
am Mittwoch, 15.01.2020 - 09:54

Die Fachoberschule Schwandorf bietet Perspektiven für Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie.

Schwandorf - Die Herstellung von Lebensmitteln hat David Fischer schon immer fasziniert. Aus diesem Grund hat sich der 16-jährige Schüler aus Bad Abbach im Landkreis Kelheim dazu entschlossen, nach seinem Realschulabschluss die Ausbildungsrichtung „Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie (ABU)“ an der Fachoberschule (FOS) Schwandorf zu besuchen.

Im Rahmen der Fachpraktischen Ausbildung der 11. Jahrgangsstufe lernt David jetzt beispielsweise die Berufswelt in der Brauerei Bischofshof in Regensburg kennen. „Das Brauen von Bier ist absolut vielseitig und bietet viel Abwechslung“, zeigt sich der Fachoberschüler im Gespräch mit dem Landwirtschaftlichen Wochenblatt überzeugt. Dabei war es ihm vor allem wichtig, in der Qualitätssicherung von Bischofshof Labortätigkeiten zu erlernen, um eine wertvolle Orientierung für seine berufliche Zukunft zu erhalten.

Betreut wird David maßgeblich von Andreas König, der bei der Brauerei Bischofshof als Leiter für die Qualitätssicherung und Ausbilder verantwortlich ist. Die Brauerei arbeitet übrigens sehr gerne mit der FOS Schwandorf zusammen und König betont die große Bedeutung von Praktika für die junge Generation. 

Im zweiten Schulhalbjahr möchte David, der sich sehr für Natur und Tiere interessiert, berufliche Erfahrungen im Freiland machen. Dabei steht ein Praktikumsplatz in der Land- oder Forstwirtschaft ganz oben auf seiner Wunschliste.

Erfolge vorzuweisen

Mittlerweile hat sich die Ausbildungsrichtung „Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie“ zum Erfolgsmodell an der Fachoberschule Schwandorf entwickelt. Besonders stolz ist die Schulgemeinschaft auf einen „Doppelerfolg“, den sie im Juli 2019 gefeiert hat. Die bayernweit beste Absolventin des ABU-Zweigs war sowohl in der 12. als auch in der 13. Jahrgangsstufe eine Schülerin der FOS Schwandorf.

Der Bildungsgang „Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie“ bietet hervorragende Zukunftschancen für junge Leute, die sich für Land- und Forstwirtschaft begeistern, Freude an der Natur haben oder sich gerne mit den naturwissenschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit beschäftigen.

Beispielhaft seien die hochaktuellen Themen Ernährung, Genetik und nachhaltige Energieversorgung genannt. Die schulische Ausbildung innerhalb von „ABU“ ist dabei in der gesamten deutschen Bildungslandschaft einzigartig. „Der Schwerpunkt liegt auf den Fächern Biologie und Chemie, es werden aber neben allgemein bildenden Fächern wie Mathematik, Deutsch und Englisch auch die Naturwissenschaften Physik und Technologie unterrichtet“, erklärt Studiendirektor Christian Eiblmeier. Zudem sei der naturwissenschaftliche Unterricht sehr stark praxis- und anwendungsorientiert.

Um die jungen Leute optimal auf ein künftiges Studium vorzubereiten, arbeitet die FOS Schwandorf mit Hochschulen und Universitäten der Region zusammen. „Mit den Hochschulen Amberg-Weiden  und Regensburg besteht ein Kooperationsvertrag, der es unter anderem ermöglicht, dass die Schwandorfer Schüler naturwissenschaftliche Praktika an der Hochschule machen können, wir bieten also hier optimale Bedingungen“, so Eiblmeier.

Die Anmeldung für „ABU“ findet nach dem Zwischenzeugnis in der Zeit vom 2. bis zum 13. März statt. Am Samstag, 7. März, erhalten interessierte Schüler und deren Eltern die Möglichkeit, sich von 10 bis 13 Uhr über die Schule und alle angebotenen Ausbildungsrichtungen zu informieren.

Außerdem besteht auch an diesem Tag die Möglichkeit zur Anmeldung. Vorher findet am Dienstag, den 21. Januar, um 18 Uhr für die künftigen FOS-Schüler ein Informationsabend in der Aula des neuen Schulgebäudes statt. Nähere Auskünfte sind über die Homepage der Schule (www.fos-bos-schwandorf.de) sowie über StD Christian Eiblmeier (c.eiblmeier@fos-bos-schwandorf.de) erhältlich.