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Seminar

Agrarwelt zu Gast in Kleeberg

Digital Farming
Hans Nöbauer
am Donnerstag, 23.01.2020 - 08:02

Expertengremium aus zehn Nationen diskutiert digitale Entwicklungschancen.

Ruhstorf/Lks. Passau - Nicht nur mit Generaldirektor Alexandre Kabre (Burkina Faso) von der „Ecodata-Company West Africa“, Vize-Gartenbaudirektor Jainag Krishnaiah (Indien/Landesregierung Kamataka), Direktor Bayome Keita (Mali) vom Ministerium für ländliche Entwicklung (Departement Niger) sowie Generaldirektorin Aya Helene Kouame (Elfenbeinküste/internationale Produkt-Vermarktung), sondern auch noch 20 weiteren hochkarätigen Agrar-Repräsentanten aus insgesamt zehn Nationen Zentral-Asiens wie vor allem -Afrikas fand quasi die halbe Agrarwelt den weiten Weg ins kleine Kleeberger Gutshof-Idyll der neu geschaffenen bayerischen Landesanstalt-Zweigstelle für Landwirtschaft.

Standort-Leiter Robert Brandhuber empfing die Gäste zum Seminar „Informations- und Kommunikationstechnologien in der Landwirtschaft“ (IKT) der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. Eigens für die multinationale Seminargruppe bot die Ruhstorfer „Digital-Farming Arbeitsgruppe“ (DFA) mit mehrsprachig organisierten Workshops allen Teilnehmern optimale Möglichkeiten, in der „Kleeberger Agrar-Werkstatt“ detaillierte Informationen und Impressionen über das vielfältige Angebot digitaler Technologien für landwirtschaftliche Betriebe völlig anderer Natur und Struktur sammeln zu können.

Tierwohl und Umwelt stehen im Fokus

Im Demonstrationsfokus von DFA-Manager Dr. Markus Gandorfer standen praxisorientierte Lösungen, die richtungsweisenden Beiträge sowohl für eine umweltschonendere Landbewirtschaftung als auch optimierte Tierwohl-Voraussetzung leisten könnten. Sichtliche Begeisterung weckte neben Sensoren für die Milchviehhaltung, teilflächenspezifische Stickstoffdüngung oder roboterautarker Unkrautregulierung vor allem ein Megatraktor mit automatischem Lenksystem.

Die Seminarinhalte werden im Rahmen der „Grünen Informationszentren für Landwirtschaft und Ernährung“ der Sonderinitiative „Eine Welt – kein Hunger“ des in 16 Partnerländern tätigen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert, um dort jeweils nicht nur Innovationen fördern, das Einkommen der Landwirte steigern und die Beschäftigung fördern, sondern vor allem auch die lokale Nahrungsmittelversorgung nachhaltig verbessern zu können.