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Direktvermarktung

30 Jahre Bauernmarkt in Parsberg

Parsberg
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Externer Autor
am Dienstag, 12.11.2019 - 09:39

Als vor 30 Jahren in Parsberg der Bauernmarkt an den Start ging war das Misstrauen der angestammten Geschäftswelt groß.

Parsberg/Lks. Neumarkt - Man fürchtete um Einbußen. Heute ist es gerade umgekehrt, denn der Bauernmarkt – jeden Freitag von 13.30 bis 18 Uhr – hat sich zu einem echten Magnet entwickelt, von dem auch die Geschäftswelt profitiert. Josef Beer, von Anfang an Motor und Sprecher der mittlerweile sieben Anbieter, verwies beim Jubiläum auf die bescheidenen Anfänge. Niemand habe damals daran geglaubt, dass sich die Sache so entwickeln würde.

Er erinnerte an die damalige Kreisbäuerin Christa Fronhöfer und BBV-Geschäftsführer Rudolf Fürsich, die früh die Zeichen der Zeit erkannten und mit der Gründung des Bauernmarktvereins Neumarkt bayernweit Vorreiter waren. Am 6. Oktober 1989 fand auf dem Marktplatz der erste Bauernmarkt statt. Die Marktstände holte man dafür jede Woche extra von den Kollegen aus Neumarkt.

Mit der Nachfrage nach regionalen Produkten direkt vom Erzeuger wuchs auch das Angebot, das heute bis auf wenige Ausnahmen (Fisch) die ganze Palette der Grundnahrungsmittel anbietet. Beer betonte, dass die Kunden nicht nur die regionalen und hausgemachten Produkte, sondern auch den direkten Kontakt zum Erzeuger schätzen.

Bürgermeister Josef Bauer versprach, dass mit der Neugestaltung des Marktplatzes auch der Bauernmarkt weiter aufgewertet werde. Landrat Willibald Gailler würdigte die Erfolgsgeschichte ebenso wie BBV-Kreisobmann Michael Gruber. Der betonte, dass immer mehr Verbraucher Regionalität schätzen, vor allem deswegen, weil sie das Gesicht hinter den Produkten kennen. Essen sei Genuss und Kultur und in diesem Sinne wären Bauernmärkte eine tolle Sache.

Neben den Anbietern würdigte Finanzminister Albert Füracker auch die Verbraucher. „Sie sorgen dafür, dass der Bauernmarkt Erfolg und damit auch eine Zukunft hat.“ Hier sei der Verbraucher bereit einen gerechten Preis zu zahlen von dem der Erzeuger auch leben könne.