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Umwelt

16,2 Millionen Euro für den Naturschutz in Niederbayern

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Externer Autor
am Mittwoch, 27.01.2021 - 07:24

Damit standen rund 26 Prozent mehr als im vergangenen Jahr für den Naturschutz in Niederbayern zur Verfügung.

Die zusätzlich zur Verfügung gestellten Mittel wurden von den verschiedenen Partnern der niederbayerischen Naturschutzverwaltung genutzt. „Mit den Zuschüssen von Freistaat, Bund und Europäischer Union wurden unter anderem Projekte zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten, zur Bewahrung attraktiver Erholungslandschaften und für die Umweltbildung unterstützt“, betont Regierungspräsident Rainer Haselbeck.

Bauern stärken die Artenvielfalt

Deutliche Steigerungen von 33 % gegenüber dem Vorjahr konnten beim Vertragsnaturschutzprogramm im Offenland und Wald erreicht werden, über das Land- und Forstwirte rund 6,6 Mio. € als Gegenleistung für die naturschonende Bewirtschaftung ihrer Grundstücke erhielten. Mit den Fördergeldern werden unter anderem die dünge- und pflanzenschutzmittelfreie Nutzung landwirtschaftlicher Flächen, die Einhaltung bestimmter Schnitttermine oder eine extensive Weidewirtschaft – beispielsweise auf den Wacholderheiden im Altmühltal – honoriert, um auf diese Weise die Insekten- und Vogelvielfalt sowie artenreiche, bunt blühende Wiesen und Weiden zu erhalten. Zunehmend auf Interesse stößt mittlerweile das Vertragsnaturschutzprogramm Wald bei den Waldbesitzern in Niederbayern. Insbesondere die Förderung für Biotopbäume und Totholz wird stark nachgefragt.

Zweites Standbein Landschaftspflege

Hinzu kommen rund 5,1 Mio. € für die Pflege der niederbayerischen Kulturlandschaft über die Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien, das Bayerische Biodiversitätsprogramm 2030 und das Klimaprogramm 2050 – rund 34 % mehr als noch 2019. Mit Hilfe dieser Programme werden schwieriger zu bewirtschaftende, ökologisch aber besonders wertvolle Biotope wie Magerrasen, Feuchtwiesen und Moore erhalten oder renaturiert oder Streuobstwiesen neu angelegt. Diese Maßnahmen werden vorrangig von örtlichen Landwirten durchgeführt. Für einige Betriebe haben sich Landschaftspflegearbeiten zu einem wichtigen, zweiten Standbein entwickelt, das gerade auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten zur Stabilisierung des Betriebseinkommens beitragen kann. Ein Paradebeispiel dafür ist die Renaturierung des Wolfertsrieder Baches im Landkreis Regen.
Aber auch im Rahmen des Klimaprogramms Bayern 2050 (KLIP 2050) und des Masterplans „Moore in Bayern“ wurden im Jahr 2020 mit über 270 000 € über 80 % mehr ausbezahlt. Schwerpunkte der Förderung 2020 waren Niedermoorkomplexe wie etwa das Heiligenstädter Moos (östlich von Neustadt a. d. Donau) und das Königsauer Moos im Landkreis Dingolfing-Landau. Die Sicherung und die Optimierung der Moorbereiche als natürliche CO2-Speicher dienen dem Klimaschutz und dem Erhalt der biologischen Vielfalt.
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