Verbandspolitik

Vorstand von Land&Forst Betriebe Salzburg bestätigt

Josef Koch
Josef Koch
am Donnerstag, 19.08.2021 - 09:00

Gewählter Vorstand warnt vor Enteignung durch EU-Forststrategie.

In der Jahresvollversammlung der Land&Forst Betriebe Salzburg, die am Mittwoch (18.8.) stattfand, haben die Mitglieder den gesamten Vorstand, Obmann Johannes Schwarzenberg und seine beiden Obmann-Stellvertreter Max Mayr-Melnhof und Michael von Medem, in ihren Funktionen einstimmig wiedergewählt.

Obmann Johannes Schwarzenberg sieht die Wiederwahl als Bestätigung der bisherigen Arbeit, aber auch als große Verantwortung für die aktuellen und kommenden Herausforderungen, denen sich die Land&Forst Betriebe Salzburg als Eigentümervertreter stellen müssen.

Seine größte Sorge gilt allerdings nicht dem allgemeinen Zustand der heimischen Wälder, sondern vielmehr den geplanten EU-Strategien bezüglich Forst und Biodiversität, die eine breite Außernutzungstellung vorsehen. „Diese Maßnahmen kommen nicht nur einer Enteignung von Privateigentum gleich, sondern untergraben auch unsere fortlaufenden Bestrebungen, den Wald durch eine nachhaltige Bewirtschaftung klimafit für die Zukunft zu machen,“ so Schwarzenberg. Denn eines müsse allen klar sein: in Zeiten des Klimawandels kann laut Schwarzenberg nur ein regelmäßiger Austausch des natürlich nachwachsenden Baustoffes Holz die Schutzfunktion des Waldes für den Klimaschutz gewährleisten.“
 

Montecuccoli warnt vor zuviel Freizeitaktivitäten im Wald

In seiner Ansprache thematisierte Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich die rasch zunehmende Freizeitnutzung des Waldes in Zeiten der Pandemie: „Die nahezu überbordende Freizeitnutzung der Wälder gehört daher durch lokale und regionale Projekte in geordnete Bahnen gelenkt und geregelt, um die vielfältigen Funktionen des Waldes auch in Zukunft zu erhalten.“

Gleichzeitig betonte Montecuccoli auch die Bedeutung der Waldbewirtschaftung für die Schutzfunktion des Waldes. Gerade die letzten Hochwasser hätten dramatisch vor Augen geführt, dass nur eine fortlaufende Bewirtschaftung des Waldes und ein regelmäßiger Austausch des Baumbestandes gegen Naturkatastrophen dieser Art schützt. Zu viel Totholz in den Wäldern führe zu Verklausungen, die bei auftretenden Starkregen aus kleinen Bächen reißende Flüsse machen. „Eine auch nur teilweise Außernutzungstellung der heimischen Wälder ist daher der falsche Weg,“ monierte der Präsident.