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Geflügelpest

Vogelgrippe: Erster Fall in Öberösterreich

Josef koch
Josef Koch
am Donnerstag, 20.01.2022 - 16:03

Weiterer Verdachtsfall in Nutztierbestand ist noch nicht bestätigt. Stallpflicht ab 350 Tieren droht.

Freiland-Legehennen-Freilandeier

Am 20. Jänner 2022 ist ein erster Fall von Geflügelpest in Oberösterreich nachgewiesen worden. In einem Kleinbetrieb mit 49 Hühnern im Bezirk Rohrbach hat die AGES bei sechs verendeten Hühnern eine Infektion mit dem Geflügelpest-Virus H5N1 bestätigt. Am selben Tag wurde in einem benachbarten Kleinbetrieb (10 Hühner, 10 Enten) ebenfalls der Verdacht auf Geflügelpest ausgesprochen, berichtet die Landesregierung.

Beide Betriebe wurden durch die zuständige Veterinärbehörde gesperrt und in einem Fall die übrigen Tiere unter behördlicher Aufsicht getötet und im anderen die entsprechenden Proben an die AGES gesendet.
 

Stallpflicht in Diskussion

In Abstimmung zwischen dem Gesundheitsministerium und der Landesbehörde wird nun eine Ausweitung des Risikogebietes überlegt, was zur Stallhaltepflicht für Betriebe mit mehr als 350 Stück Geflügel führt.

Dr. Thomas Hain, Landesveterinärdirektor rät allen Geflügelhaltern, die empfohlenen erhöhten Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Geflügel und Wildvögeln einzuhalten. Geflügelhalter sollten alle Stallungen und Gehege, in denen Geflügel gehalten wird, nur nach gründlicher Reinigung und Desinfektion des Schuhwerks bzw. mit ausschließlich dort verwendeter Schutzkleidung und Überschuhen betreten. Verendet aufgefundene Wasservögel und Raubvögel müssen der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde (Amtstierärztin/Amtstierarzt) gemeldet werden. Solche Tiere sollen nicht berührt werden und am Fundort belassen werden, die Bergung und weitere Untersuchungen werden von der Behörde veranlasst.