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Tierseuche

Vogelgrippe: Ausbruch in Niederösterreich

Josef koch
Josef Koch
am Freitag, 26.11.2021 - 08:15

Geflügelhalter müssen ab sofort Auflagen in Risikogebieten beachten. Betroffener Nutztierbestand ist bereits gekeult.

Legehennen-Freiland-Freilandeier

Nach dem Auftreten der Geflügelpest in einem Hausgeflügelbestand im Bezirk Bruck/Leitha, in einer kleinen Hühnerhaltung in Fischamend (Niederösterreich), sind die Hühner des betroffenen Betriebs gestorben bzw. wurden unter behördlicher Aufsicht getötet. Der Betrieb wurde gesperrt.

Zuletzt trat die Geflügelpest im Frühjahr 2021 in Österreich auf, ebenfalls in einem Kleinbetrieb. Wie bereits im heurigen Frühjahr, sind per Verordnung ab 26.11.2021 Risikogebiete festgelegt, wo Restriktionen für geflügelhaltende Betriebe verordnet sind. 

Folgende vorbeugenden Schutzmaßnahmen sind für Betriebe ab 350 Stück Geflügel in den Risikogebieten zu berücksichtigen: 

  • Geflügel und andere in Gefangenschaft gehaltene Vögel sind dauerhaft in Stallungen oder jedenfalls in geschlossenen Haltungsvorrichtungen, die zumindest oben abgedeckt sind, so zu halten, dass der Kontakt zu Wildvögeln und deren Kot bestmöglich vermieden wird und zu wildlebenden Wasservögeln jedenfalls ausgeschlossen ist.

 

Das gilt für kleinere Bestände

Folgende vorbeugenden Schutzmaßnahmen sind für Betriebe unter 350 Stück Geflügel in den Risikogebieten zu berücksichtigen: 

  • Enten und Gänse sind von anderem Geflügel getrennt zu halten. 
  • Geflügel ist in Ställen oder abgedeckten Haltungsvorrichtungen zu halten. 
  • Geflügel ist von der Haltung in Ställen ausgenommen, wenn es durch Netze, Dächer, horizontal angebrachtes Gewebe oder andere geeignete Mittel vor dem Kontakt mit Wildvögeln geschützt ist oder die Fütterung und Tränkung der Tiere nur im Stall oder einem Unterstand erfolgt, der das Zufliegen von Wildvögeln möglichst verhindert.  
  • Wildvögel dürfen nicht mit Futter oder Wasser, das für das Geflügel bestimmt ist, in Kontakt kommen. Die Ausläufe müssen gegenüber Oberflächengewässern, an denen sich wildlebende Wasservögel aufhalten können, ausbruchsicher abgezäunt sein. 

 

Wann Meldungen an Behörde nötig sind

Folgende vorbeugenden Schutzmaßnahmen sind für alle Geflügelbetriebe in den Risikogebieten zu berücksichtigen:   

  • Die Tränkung der Tiere darf nicht mit Wasser aus Sammelbecken für Oberflächenwasser, zu dem Wildvögel Zugang haben, erfolgen.   
  • Die Reinigung und Desinfektion der Beförderungsmittel, Ladeplätze und Gerätschaften hat mit besonderer Sorgfalt zu erfolgen. 

Der Behörde (der Amtstierärztin/dem Amtstierarzt) ist zu melden, wenn beim Geflügel 

  • ein Abfall der Futter- und Wasseraufnahme um mehr als 20 % oder 
  • ein Abfall der Eierproduktion um mehr als 5 % für mehr als 2 Tage besteht, oder wenn die 
  • Sterberate höher als 3 % in einer Woche ist.