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Coronahilfen

Verlustersatz jetzt beantragen

Josef koch
Josef Koch
am Montag, 25.04.2022 - 17:21

Höhe der Zuschüsse für Schweine- und Legehennenhalter ist fix. Anträge sind bis Ende Mai möglich.

Mobiler_Legehennenstall

Seit Montag (25.4.) können Schweine- und Legehennenhalter den Verlustersatz II für Schweine und Eier über die Agrarmarkt Austria (AMA) beantragen. Ende der Antragsfrist ist der 31. Mai 2022.

Voraussetzung für den Verlustersatz II ist, dass der Rückgang des Deckungsbeitrags im jeweiligen Betriebszweig mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Betrachtungszeitraum (Dezember 2019 bis Februar 2020) beträgt.

So hoch ist der Verlustersatz

Nach den Berechnungen der hierfür zuständigen Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen (BAB) lässt sich ein solcher Rückgang für Schweinebetriebe im Dezember 2021 bis Februar 2022 sowie für Legehaltungsbetriebe im Jänner bis Februar 2022 bestätigen.

Für die betroffenen Betriebe bedeutet diese Zusage des Verlustersatzes II, dass sie 70 % des errechneten Verlusts als Zuschuss gewährt bekommen.  Der Zuschuss ist nicht zurückzuzahlen.

Nach den BAB-Berechnungen gibt es je Zuchtsau zwischen 27,84 € und 29,90 €, je Mastschwein zwischen 11,01  € bis 15,38 €. Je 100 Legehennen in Bodenhaltung beträgt der Verlustersatz zwischen 19,24 € und  22,24 €. Die Förderung ist mit 100.000 € gedeckelt.

Auszahlung voraussichtlich ab Juli

Wie es heißt, will die AMA die Hilfen voraussichtlich ab Juli 2022 auszahlen. Bereits im Februar hatte das Landwirtschaftsministerium (BMLRT) einen zweiten „Verlustersatz für indirekt Betroffene in der Landwirtschaft“ zugesagt. Mit diesem Covid-Verlustausgleich sollen die wirtschaftlichen Einbußen der Bäuerinnen und Bauern infolge der Lockdown-Maßnahmen (Gastro- und Hotellerie-Schließungen) abgegolten werden.

„Gerade für die in Oberösterreich so starke Schweinebranche ist das eine wichtige Entlastungsmaßnahme“, freut sich Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.

Seit Monaten befinde sich die Schweinebauern nach pandemiebedingten Marktverwerfungen, aber auch der Flut an deutschem Billigfleisch infolge der ersten ASP-Fälle, in einer wirtschaftlich dramatischen Situation. Durch den Verlustersatz II werde den Betrieben nun zumindest ein Teil ihres Einkommensverlustes abgegolten, versichert die ÖVP-Landesrätin.

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