Agrarförderung

Verlustersatz: Ab Montag Anträge für Kartoffelbauern möglich

Josef Koch
Josef Koch
am Freitag, 05.03.2021 - 14:47

In Österreich gibt es nun auch einen Verlustersatz für Kartoffeln. Ab Montag sind Anträge möglich.

Ab Montag (8.3.) können nun auch Kartoffelbauern (Speise- und Saatkartoffel) den Verlustersatz nonline beantragen. Das gab das Ministerium bekannt. Bisher war dies nur für Schweine- und Weinbauern möglich. Die Anträge können Landwirte über die Agrarmarkt Austria (AMA) unter www.ama.at stellen. 

Für den gesamten Verlustersatz für indirekt Betroffene in der Landwirtschaft stellt die Bundesregierung bis zu 60 Mio. Euro zur Verfügung. Es handelt sich um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss.

Durch die Schließung der Gastronomie und Hotellerie sind auch einige landwirtschaftliche Sektoren schwer in Mitleidenschaft gezogen. Betriebe, die relevante Teile ihrer Produktion in Gastronomie und Hotellerie liefern, haben mit schweren Umsatzeinbußen zu kämpfen. Für sie gibt es den Verlustersatz, der die größten Verluste abfedern soll.

"Die Erzeugerpreise sind zum Beispiel bei den Erdäpfeln deutlich gesunken, daher benötigen unsere Betriebe jetzt rasche Unterstützung", argumentiert Agrarministerin Elisabeth Köstinger. "Der Erzeugerpreis für Erdäpfel der Ernte 2020 lag im Schnitt bei 13,4€/dt – das ist fast die Hälfte weniger als im Jahr davor. Der Verlustersatz Kartoffeln hilft den Speise- und vorgelagerten Saatkartoffelbauern- und bäuerinnen den erlittenen Verlust abzufedern", sagt Franz Wanzenböck, Obmann Interessengemeinschaft Erdäpfelbau.

Den Verlustersatz gibt es für Betriebszweige, die von Oktober 2020 bis März 2021 einen entsprechenden Verlust erlitten haben. Als Vergleichszeitraum dienen die gleichen Monate des Vorjahres. Die Verlustermittlung erfolgt auf pauschale Weise auf Grundlage von Daten der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen. Die Förderobergrenze liegt bei 100.000 Euro für jeden Betriebszweig. Zusätzlich ist eine beihilferechtliche Obergrenze von 225.000 Euro je Landwirt zu beachten.

Der Deckungsbeitrag muss mindestens um 30 Prozent gesunken sein. 70 Prozent des pauschal errechneten Verlustes gibt es als Zuschuss.

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