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Über 25 Mio. € für die Jungen

Josef koch
Josef Koch
am Freitag, 19.08.2022 - 07:36

Existenzgründungsbeihilfe unterstützt junge Hofübernehmer in Oberösterreich. Diese Förderbeträge sind möglich.

Junglandwirt-Getreide

In der laufenden Förderperiode bis 31. März 2023 hat Oberösterreich bislang 25,3 Mio. €, um die nächste Generation der oberösterreichischen Bäuerinnen und Bauern beim Aufbau ihrer betrieblichen Existenzen zu unterstützen.

3561 Anträge auf Existenzgründungsbeihilfe. beweisen nach Auffassung von Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger: „Oberösterreichs Hofübernehmerinnen und Hofübernehmer haben konkrete Vorstellungen von der Zukunft ihrer Höfe. Sie legen heute den Grundstein für die klimaschonende und sichere Versorgung mit Lebensmitteln und Energie von morgen.

Diese Förderbeträge sind möglich

Durchschnittlich gehen pro Jahr zirka 420 Anträge beim Land OÖ, Abteilung Land- und Forstwirtschaft, ein. Gefördert wird, wer bei Antragstellung höchstens 40 Jahre alt ist, erstmals die Betriebsführung aufnimmt, zumindest die Facharbeiterprüfung absolviert hat und ein umfassendes Betriebskonzept vorlegt. Die Beihilfe kann bis zu 8000 € betragen.

Zusätzlich ist bei vollständigem Eigentumsübergang ein Zuschlag von 3000 € möglich. Der Hofübergeben darf aber maximal 10 %, höchstens 3 ha, des ursprünglichen Betriebs zurückbehalten. Wer Meisterausbildung oder Hochschulabschluss vorlegen kann, kann sich ein Bonus von 4000 € sichern.

Jeder Fünfte ist unter 40

Österreichs Landwirtinnen und Landwirt sind vergleichsweise jung. Bundesweit wird jeder fünfte bäuerliche Betrieb von einer Person unter 40 Jahren geführt. „Damit ist die heimische Landwirtschaft die jüngste im EU-Vergleich“, so Langer-Weninger. Knapp 11 % sind sogar unter 35 Jahren. Zum Vergleich: Im EU-Schnitt ist eine Mehrheit von fast 60 % der Farm-Managerinnen und -Manager 55 Jahre oder älter. Lediglich 11 % sind unter 40 Jahren.

Positiv sticht die heimische Landwirtschaft beim Frauenanteil hervor. Während auf EU-Ebene 7 von 10 Betriebsführern Männer sind, werden in Oberösterreich, ähnlich wie in Salzburg, bereits 40 % der landwirtschaftlichen Betriebe von Frauen geführt. Bundesweit liegt der Anteil bei 33 %, das entspricht 28 000 Betrieben.