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Vermarktung

Tipps fürs Direktvermarkten

Josef koch
Josef Koch
am Montag, 13.12.2021 - 18:35

Eine neue Kammerbroschüre gibt Tipps für Einsteiger und Fortgeschrittene für Selbstbedienungsläden.

Ökolandbau

Wer seinen Absatz über den Hofladen verbessern oder gar neu in die Direktvermarktung einsteigen will, kann nun auf eine umfassende Beratungsbroschüre zurückgreifen. Diese haben die Landwirtschaftskammern Kärnten und Niederösterreich sowie der AMA Genuss Region beziehungsweise das Netzwerk Kulinarik erstellt.

Das lokale Produzieren und Konsumieren im Sinne einer kurzen Lebensmittelkette ist ein Weg, um nicht nur die Versorgung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln zu gewährleisten, sondern auch ein faires Einkommen für Lebensmittelproduzenten zu erreichen und somit die Existenz kleinstrukturierter bäuerlicher Produzenten nachhaltig abzusichern.

Viele Selbstbedienungsläden sind laut Agrarministerin Elisabeth Köstinger Teil der Antwort auf die Frage, wie Nahversorgung am Land aussehen kann. Durch professionelle und digitalisierte Selbstbedienungsläden können Betriebe auch Synergieeffekte mit dem Tourismus nutzen, um zum Beispiel Touristen Gästen kulinarische Highlights der jeweiligen Region näher zu bringen. Die Broschüre leistet nach Auffassung Köstingers einen wichtigen Beitrag, um den Konsumentinnen und Konsumenten einen unkomplizierten Zugang zu bäuerlichen Produkten zu ermöglichen und somit die Wertschöpfung auf den Betrieben nachhaltige zu steigern.

 

Am Markt klar positionieren

Die Broschüre enthält unter anderem die häufigsten und wichtigsten Fragen von Betreibern. Ein Entscheidungsbaum zeigt auf, ob es im Einzelfall sinnvoller ist, die Direktvermarktung als Landwirt oder im Gewerbe zu betreiben. Auch eine Analyse zeigt auf einen Blick, wo noch Entwicklungspotenzial für das Betreiben des Selbstbedienungsladens besteht. Um auch die Kundensicht stets im Fokus zu haben, gibt es ein Merkblatt, das die Pflichtanforderungen und weitere Optionen eines Selbstbedienungsladens darstellt.

„Unser Ziel ist es, die Professionalität der bäuerlichen Direktvermarktung in Selbstbedienungsläden weiter zu erhöhen und deren klare Positionierung am Markt zu fördern“, betont Johannes Schmuckenschlager, Präsident der LK Niederösterreich.

An Kundenbedüfrnissen orientieren

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die bäuerliche Direktvermarktung sind eng, trotzdem lohnt es sich laut Ministerium bei der Vermarktung in Selbstbedienungsläden diesen Weg als eine Option im Auge zu behalten, weil das nicht zuletzt für Kunden und Landwirte vielfältige Vorteile bieten kann. Um bei wachsendem Wettbewerbsdruck zu bestehen, ist es wichtig, sich an den Kundenbedürfnissen, allerdings stets in der bäuerlichen Direktvermarktung, zu orientieren.

Nach Auffassung von Kärntens Kammerpräsident Siegfried Huber erfreuen sich regionale Lebensmittel direkt vom Bauern sich hoher Beliebtheit. Gerade bäuerliche Selbstbedienungsläden sind daher eine Chance für Betriebe ein zusätzliches Einkommen zu erwirtschaften. Mit dem Projekt wollen wir Bäuerinnen und Bauern unterstützen diese Chance zu ergreifen“, erklärt Siegfried Huber, Präsident der LK Kärnten.