Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Landjugend

Tag der Jugend: Österreich hat die jüngsten Bauern

Josef koch
Josef Koch
am Mittwoch, 11.08.2021 - 15:59

Bauernbund Niederösterreich hebt Leistungen der Jungbauern hervor.

Junglandwirt Buchleitner und  Paul Nemecek

Der 1999 von den vereinten Nationen eingeführte Tag der Jugend am 12. August ist für den Bauernbund Niederösterreich Anlass den heimischen Jungbäuerinnen und Jungbauern für ihre Leistungen zu danken und ihre Arbeit vor den Vorhang zu holen.

In keinem anderen EU-Land sind die Landwirte so jung wie in Österreich. Jeder 5. Betrieb auf heimischen Boden wird mittlerweile von einer Jungbäuerin oder einem Jungbauern unter 40 Jahren geführt, im EU-Durchschnitt sind es lediglich 10 Prozent der bäuerlichen Betriebe, die junge Landwirte leiten. Damit ist der Anteil von Jungbauern unter den Betriebsführern doppelt so hoch wie im EU-Durchschnitt.

Nach Auffassung des Bauernbunddirektors Paul Nemecek leisten die jungen Landwirte schon heute ihren Beitrag für morgen und sind die Zukunft des Ländlichen Raums. Durch ihre fundierte Ausbildung seien sie in der Lage Ideen und Visionen zu verwirklichen und bereits in jungen Jahren Betriebe zu führen."Die Verbindung von Tradition und Innovation in der Landwirtschaft ist dabei das Erfolgsgeheimnis der jungen Betriebsführer“, nennt Nemecek die Stärken der Jungbauern.

Praktisches Beispiel: Junglandwirt Buchleitner

Einer dieser jungen Betriebsführer ist Bernhard Buchleitner aus Franzensdorf, Katastralgemeinde von Groß-Enzersdorf, im Bezirk Gänserndorf.

Seine Rolle als Entscheidungsträger im Familienbetrieb sieht er als große Verantwortung, aber auch als Chance für unternehmerische Freiheit: „Ich habe den Hof 2017 mit 21 Jahren übernommen und möchte meine Ideen umsetzen. Ich bin meiner Familie für die Chance dankbar, dass ich ihre jahrelange Erfahrung mitnehmen konnte und möchte zeigen, dass es auch für uns junge Bäuerinnen und Bauern einen Platz in der Landwirtschaft gibt. Mir wurde beigebracht, dass man als Landwirt langfristig und nachhaltig denken muss, in Generationen.“