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Strompreisbremse

Strompreis: Österreichs Bauern erhalten 120 Mio. € Zuschuss

Strompreisbremse
Josef koch
Josef Koch
am Donnerstag, 29.09.2022 - 08:08

Ministerrat beschloss Zuschuss zu Stromkosten. Details werden aber noch ausgearbeitet.

Österreichs Bauern werden einen Zuschuss zu ihren Stromkosten erhalten. Der Ministerrat hat am Mittwoch (28.9.) diesen beschlossen. Für die Landwirte stehen dafür 120 Mio. € zur Verfügung.

„Um die Lebensmittelversorgung in Österreich weiterhin zu sichern, müssen wir unseren Bäuerinnen und Bauern bei den Stromkosten unter die Arme greifen. Denn die landwirtschaftliche Produktion ist oft sehr energieintensiv und die gestiegenen Strompreise bringen unsere Betriebe zunehmend unter Druck“, betont Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig.

Auszahlung für Glashäuser gestartet

Neben dem 28 Mrd. € Paket - mit dem ausgezahlten Klimabonus oder erhöhter Familienbeihilfe - und dem 110 Mio. € Versorgungssicherungspaket für die Landwirtschaft sei das „die nächste wichtige Entlastungsmaßnahme für Österreichs Bäuerinnen und Bauern“. Zudem ist seit Mittwoch dieser Woche die Auszahlung der 9 Mio. € für den sogenannten geschützten Anbau gestartet. „Damit unterstützen wir mehr als 720 Betriebe in ganz Österreich und sichern so den regionalen Anbau von Obst und Gemüse in Glashäusern“, so Totschnig.

Entlastung soll unbürokratisch sein

Die Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen wird nun die jeweiligen Beiträge im Detail für die Umsetzung einer Sonderrichtlinie zum Stromkostenzuschuss berechnen. Ziel ist laut Bauernbundpräsident Georg Strasser eine unbürokratische Entlastung. Der unterschiedliche Stromverbrauch der einzelnen Produktionssparten soll pauschal berücksichtigt werden. Für besonders energieintensive Betriebe sind zielgerichtete Zuschläge vorgesehen.

„Eine Stromkostenbremse, für die wir uns sehr eingesetzt haben, ist eine weitere sinnvolle Maßnahme, um das Angebot zu halten und damit auch der Inflation entgegenzuwirken“, ist Österreichs Kammerpräsident Josef Moosbrugger überzeugt.

Die gestiegenen Energiepreise aufgrund des russischen Angriffskrieges in der Ukraine gehören derzeit zu den größten Herausforderungen. Daher hatte die Bundesregierung im September als ersten Schritt die Stromkostenbremse für alle Haushalte beschlossen. In einem weiteren Schritt hat sie nun die angekündigte Unterstützung für landwirtschaftliche Betriebe auf den Weg gebracht.

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