Destillata 2021

Die Siegerbrände des Jahres 2021

Edelbrenner des Jahres in Gold_Liebl
BLW
am Freitag, 16.04.2021 - 08:00

104 Brenner aus sieben Nationen nahmen an der internationalen Edelbrand-Meisterschaft teil. Die Steiermark ist im Bundesländerranking vorne.

Die Prämierung der besten Edelbrenner aus dem In- und Ausland fand heuer zum 18. Mal statt. Die Destillata-Gala zur Preisverleihung konnte aufgrund der Corona-Einschränkungen auch heuer nicht stattfinden.
Insgesamt beteiligten sich 104 Betriebe aus sieben Nationen an der diesjährigen Edelbrand-Meisterschaft. Mit ihren Spirituosen versuchten sie die Destillata-Fachjury von ihren Qualitäten zu überzeugen. Dabei legten die Edelbrenner wieder jede Menge Kreativität an den Tag, denn der Vielfalt an Sorten sind scheinbar keine Grenzen gesetzt. Von den Klassikern bis hin zum Trendprodukt Gin war alles zu finden.

57 teilnehmende Betriebe aus Österreich

Österreich war mit 57 Betrieben vertreten. Im Bundesländerranking platzierte sich die Steiermark mit 70 Medaillen vor Niederösterreich mit 69 Medaillen. Der dritte Platz beim Medaillenspiegel ging an Tirol mit 63 Medaillen. Vor allem eines erfreute die Veranstalter: Sogar aus Südamerika nahmen Edelbrenner teil und so gingen bei der Destillata 2021 selbst Einreichungen aus Brasilien mit ins Rennen und dürfen sich über Auszeichnungen freuen.
Der begehrte Titel „Edelbrenner des Jahres“ geht an die Spezialitäten-Brennerei Liebl aus Deutschland. Die Brennerei aus Bad Kötzing im Herzen des Bayrischen Waldes war heuer eine Klasse für sich und holte sich den Sieg als bester Edelbrenner des Jahres in Gold. Auch der „Newcomer des Jahres“ kommt aus Deutschland. Die Schwarzwaldbrennerei Wild aus Gengenbach konnte hier die Jury eindeutig überzeugen und sichert sich zugleich den Sieg in der Kategorie Edelbrenner des Jahres in Silber. Die Bronzemedaille geht nach Österreich: Die Edelbrand- und Saftmanufaktur Semlitsch Naturprodukte aus Klöch in der Steiermark darf sich über diese Auszeichnung freuen. Der Newcomer des Jahres kommt aus Deutschland, die Brennerei Wild aus dem Schwarzwald konnte hier die Jury eindeutig überzeugen. Sie alle haben gezeigt, was man mit herausragendem Brennerhandwerk und hochqualitativen Rohprodukten alles erreichen kann.

Genusstrends 2021:Gin und Gin-Tonic

Das diesjährige Duell der Aromen hat gezeigt: Neben den klassischen Destillaten von Apfel, Birne, Marille und verschiedenster Beeren scheuen die heimischen Brenner nicht davor zurück, auch mit außergewöhnlichem Brennmaterial zu experimentieren. Die Edelbrenner setzen damit Jahr für Jahr wertvolle Akzente für die gesamte Branche. Es gibt mittlerweile zahlreiche Bäuerinnen und Bauern, die sich der Gin-Produktion widmen und damit erfolgreich sind.
Doch nicht nur der Gin liegt voll im Trend. In der Bar- und Clubkultur ist insbesondere Gin-Tonic in aller Munde und längst zu einem wichtigen Teil geworden. So gab es bei der Destillata 2021 eine spannende Neuerung: Gin wurde wie bereits in den Vorjahren in seiner reinsten Form, als pure Probe, beurteilt. Zusätzlich wurde erstmals Gin-Tonic verkostet. Das Tonic Water wurde dankenswerter Weise von Fever Tree zur Verfügung gestellt.
Ein weiteres Novum der Destillata 2021 ist die Bewertung nach dem 100-Punkte-Schema. Dieses ermöglicht eine noch detailliertere Beurteilung der Spirituosen und bietet eine noch bessere Vergleichbarkeit im internationalen Wettbewerb.
Orientierungshilfe bei der Suche nach den besten Spirituosen bietet der Destillata-Online Guide. Er ist im Internet abrufbar unter www.destillata.at.