Projekt

Regional von der Weide auf den Teller

Großarler-Rindfleisch_B
BLW
am Freitag, 23.04.2021 - 13:31

Das Projekt „Großarler Rindfleisch“ wirbt für Wertschöpfung in der Region und für Rindfleisch aus dem Großarltal. So werden lokale Produzenten unterstützt.

Salzburg Ob Kalb, Kuh, Jungstier oder Ochse. Beim Projekt „Großarler Rindfleisch“ wachsen alle Tiere im Tal auf, werden dort geschlachtet, zu einem fairen Preis auch dort vermarktet und landen schlussendlich als Qualitätsprodukt auf dem Teller. „Wer regionale Lebensmittel kauft, unterstützt die lokalen Produzenten und stärkt unsere Landwirte vor Ort. Die Produkte gelangen auf kurzen Transportwegen zum Handel und zu den Verbrauchern und stellen so für die Kunden eine Möglichkeit dar, klimaschonend einzukaufen“, sagt Landesrat Josef Schwaiger zu dieser Initiative.

Die Initiative „Großarler Rindfleisch“, bei der die Rinder in der Region aufwachsen, geschlachtet, verarbeitet und vermarktet werden, wurde vom Salzburger Agrarmarketing gemeinsam mit den Ortsbauernobleuten von Großarl und Hüttschlag, dem Obmann der Bezirksbauernkammer St. Johann und der Großarler Genuss GmbH umgesetzt. „Die Landwirte erzielen bei diesem Vorzeigebeispiel für einen regionalen Kreislauf einen Aufschlag auf den regulären Rindfleischpreis. Das steigert wiederum die Wertschöpfung in der Region. Der Konsument kann sich dabei auf beste Qualität verlassen: Das Rindfleisch wird mit dem Salzburger Land-Herkunfts-Zertifikat ausgezeichnet“, erklärte Landesrat Josef Schwaiger, der auch Obmann des Salzburger Agrarmarketing ist.

Partnerschaft für regionale Qualität

Eine regionale Partnerschaft sorgt dafür, dass alle von der Rindfleisch-Initiative profitieren. „Die Großarler Genuss GmbH koordiniert den Schlachttermin mit dem Landwirt, holt dann das Tier beim Metzger ab und verarbeitet das Fleisch”, erklärt Geschäftsführer Thomas Ammerer. Die Fleischwaren werden zum einen im Shop oder durch den mobilen Verkaufswagen an die Konsumenten und zum anderen mittels direkter Kontakte zu Gastronomen und Hoteliers im Großarltal verkauft. Ammerer sagte: „Uns geht es um eine höhere Akzeptanz für regionale Produkte und um eine offene, ehrliche Zusammenarbeit. Die Wertschöpfung in der Region zu halten, ist oberstes Ziel. Es kann nicht sein, dass wir Lebendtiere und Fleisch quer durch die Welt schicken, wenn es das Beste bei uns daheim gibt.“
Ein Großteil der heimischen Bevölkerung, Hoteliers und Gastronomen wissen das regionale Kulinarikangebot im Tal bereits zu schätzen. Für Hans Rohrmoser, Ortsbauernobmann in Großarl, ist klar: „Wenn wir hier alle an einem Strang ziehen, dann müsste es möglich sein, dass jedes Rind in unserem Tal direkt vermarktet wird.“ Und Landesrat Josef Schwaiger betont: „Kleinere Initiativen sind vor allem wichtig, um die ländlichen Strukturen wie Metzger, Bäcker und Händler zu erhalten. Diese bieten wiederum eine enorme Vielfalt an regionalen Lebensmitteln in unserem Bundesland.“

Fleisch auch fürDirektvermarktung

Die Landwirte haben im Rahmen der Initiative auch die Möglichkeit, einen Teil des Fleisches vom Metzger zurückzunehmen und direkt zu vermarkten. „Bewirtschaftete Almen mit kleinem Ausschank und Verköstigung aus bäuerlicher Hand bieten dann wiederum den Wandergästen beste heimische Qualität auf dem Jausenteller“, sagte der Landesrat.

Garantierte Herkunft und mehr Wertschöpfung

Werden Projekte über das Salzburger Land-Herkunfts-Zertifikat und die Genussregion initiiert, wird die Herkunft aus Salzburg durch regelmäßige Kontrollen sichtbar. „Speziell bei diesem Projekt stärken wir die Zusammenarbeit zwischen den Bauern aus dem Großarltal und der Großarler Genuss GmbH. Die Landwirte erzielen einen fairen Rindfleischpreis. Das steigert wiederum die Wertschöpfung in der Region – ein Kreislauf, der für alle Beteiligten nur Vorteile bringen kann“, betonte Schwaiger.