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Wolfsmanagement

Premiere in Österreich: Erster Problemwolf entnommen

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Josef koch
Josef Koch
am Mittwoch, 16.11.2022 - 16:34

Jäger meldet genehmigten Abschuss einer Wölfin in Region Gailtal. Unklar ist, ob Wölfin jüngst 30 Schafe auf Heimweise gerissen hat.

In Kärnten wurde in der Nacht von 13. auf 14. November der erste Problemwolf in Österreich erlegt. Es handelte sich um ein weibliches Tier in der Kärntner Region Gailtal.

Seit rund vier Wochen hat die Abschussmöglichkeit im Rahmen der Kärntner Wolfsverordnung gegolten. Laut Agrarlandesrat Martin Gruber hat es heuer bereits rund 400 Nutztierrisse sowie rund 30 Sichtungen und Vergrämungen von Wölfen im Siedlungsbereich in Kärnten gegeben.
 

Abschuss erfolgte im erlaubten Radius

Den Abschuss hat ein Jäger, wie in der Wolfverordnung vorgesehen, innerhalb von 24 Stunden an das Land Kärnten gemeldet, teilte Gruber mit. Zudem habe die Begutachtung durch den Wolfsbeauftragten des Landes ergeben, dass die Entnahme innerhalb des laut Verordnung erlaubten Radius erfolgte.

DNA-Proben von der erlegten Wölfin wurden entnommen und mit dem jüngsten Vorfall mit rund 30 getöteten Schafen auf einer Heimweide in Dellach abgeglichen. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor.
 
Nach Meinung von Siegfried Huber, Präsident der Kärntner Landwirtschaftskammer, mussten in den letzten Monaten zahlreiche Bäuerinnen und Bauern viel Tierleid unter ihren Schafen oder Kälbern miterleben, egal, ob auf Almen oder zuletzt im Tal, unweit von Straßen und Siedlungen.

"Es ist wichtig, dass man dem blutigen Treiben der Wölfe etwas Wirksames entgegensetzen kann", erklärte Huber, der auf ein Umdenken beim Schutzstatus der Wölfe auf EU-Ebene hofft.

Mit Material von aiz
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