Weinbau

Österreich präsentiert digitalen Weinatlas

Josef Koch
Josef Koch
am Donnerstag, 17.06.2021 - 10:01

Österreich wirbt seit heute mit dem ersten digitalen Weinatlas. Über 4.300 Einzellagen sind erfasst.

Köstinger-Schmuckenschlager

Nach drei Jahren Entwicklungszeit präsentierte die Österreich Wein Marketing GmbH (ÖWM) am 17. Juni gemeinsam mit Landwirtschafts- und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger den digitalen Weinatlas riedenkarten.at. Dieser sei zugleich der weltweit erste digitale Weinatlas für ein gesamtes Weinbauland, so Köstinger.

Alle gesetzlich festgelegten Weinherkünfte Österreichs sind auf einer interaktiven Karte zusammengefasst: vom Weinbauland Österreich über 27 Weinbaugebiete und 458 Weinbaugemeinden bis hin zum „Allerheiligsten“, Österreichs mehr als 4.300 Einzellagen – „Rieden“ genannt.

Zu allen Herkunftsebenen bietet riedenkarten.at Erklärungen und Informationen. Dabei steigt der Detailgrad, je kleiner die Herkunft wird. Jede Riede enthält beispielsweise Informationen zu Weinbaufläche, Seehöhe, Hangneigung, Ausrichtung, Durchschnittstemperatur und Niederschlagsmenge – zentrale Parameter für die Qualität und geschmackliche Prägung eines Weins.

Die steirischen Rieden werden aktuell noch gesetzlich verankert und sollen Ende des Jahres auf der Plattform integriert werden. Riedenkarten.at wird laufend anhand der neuesten weingesetzlichen Entwicklungen aktualisiert.

Drei Jahre Entwicklungszeit

Der Start von riedenkarten.at markiert laut ÖWM auch eine Pionierleistung in der internationalen Weinwelt: Kein anderes Weinbauland hat bisher all seine Weinherkünfte auf nationaler Ebene einheitlich zusammengefasst und derart detailliert dargestellt. Neben der digitalen Form sind neue Riedenkarten aller Weinbaugebiete mit verordneten Rieden auch gedruckt erhältlich. Der neue digitale Weinatlas soll für Konsumenten die Produktion komplett transparent machen.

Entwickelt haben den Weinatlas riedenkarten.at und die gedruckten Karten in dreijähriger Zusammenarbeit mit dem Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien sowie dem Büro plan+land. Nach Ministeriumsangaben kostete der Weinatlas in den drei Jahren 400.000 €, die Hälfte davon kamen aus dem Fördertopf Ländliche Entwicklung.

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