Agrarpolitik

Mit Öpul zu 30% Ökolandbau

Josef Koch
Josef Koch
am Dienstag, 09.11.2021 - 11:33

Bundesagrarministerin Köstinger und Kammerpräsident Moosbrugger sehen das neue Öpul für das Ökolandbauziel gut geeignet.

Ökolandbau-Hackstriegel-Soja

Auf der Bio-Enquete, dem Branchen- und Expertentreffen im Bio-Bereich, bekräftigte Bundesagrarministerin Elisabeth Köstinger den Anteil der Anteil der Bio-Landwirtschaft bis 2030 auf 30 Prozent aller landwirtschaftlichen Flächen erhöhen zu wollen. Sie ist fest überzeugt, mit dem neuen ÖPUL Modul-System dafür die notwendige Unterstützung und wesentliche Anreize zu bieten.

Die diesjährige Bio-Enquete widmete sich verstärkt der Bildung, Beratung und Forschung. Vor allem wurde aber die Zukunft der Bio-Landwirtschaft in Österreich diskutiert. Mit der Umsetzung der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik kommen neue Herausforderungen auf die Bio-Landwirtschaft zu. „Wir wollen gemeinsam die Vorreiterrolle in der biologischen Landwirtschaft ausbauen und die Bio-Landwirtschaft weiterentwickeln,“ so Köstinger.

Honorierung zusätzlicher Leistungen

Dafür wird es laut Bundesagrarministerium eine eigenständige Bio-Maßnahme geben. Ergänzt werde die Bio-Maßnahme durch das Modulsystem. Danach sollen Landwirt für jeden zusätzlichen Blühstreifen, jede zusätzliche Brachfläche aber auch für jeden zusätzlichen Verzicht auf Pflanzenschutzmittel, jede zusätzliche Weidefläche und für die Haltung gefährdeter landwirtschaftliche Nutztierrassen extra honoriert werden. Das Modulsystem gibt den Betrieben laut Köstinger Flexibilität und erhöht den Nutzen für Klima- und Umwelt.

Österreichs Kammerpräsident Josef Moosbrugger hält das neue Modularsystem des Agrarumweltprogramms ÖPUL für fortschrittlich, fair, leistungsbasiert und sinnvoll. Es biete allen Betrieben – ob biologisch oder konventionell – mehr Flexibilität und Wahlfreiheit und sei mit weniger Risiken verbunden als das bisherige. „Wir sind zuversichtlich, dass dieses System biologische und konventionelle Betriebe auch wieder näher zusammenrücken lässt. Gleiche Leistung soll die gleiche Prämie bringen, Zusatzleistungen auch zusätzliche Abgeltung,“ so Moosbrugger.

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