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Gentechnik

Oberösterreichs Felder sind gentechnikfrei

Josef koch
Josef Koch
am Freitag, 08.10.2021 - 15:25

Agrarlandesrat Hiegelsberger legt diesjährige Untersuchungsergebnisse von 150 Feldern auf den Tisch.

Silomais-Ernte

Das Land Oberösterreich beauftragte die Landwirtschaftskammer (LK) OÖ heuer bereits zum sechsten Mal mit einem Monitoring zur Überprüfung der Gentechnikfreiheit auf landwirtschaftlichen Flächen. Das Ergebnis war, dass auf keinem Feld in Oberösterreich GV-Pflanzen standen. "bei den systematischen Untersuchungen von insgesamt 75.000 Soja-, Raps- und Maispflanzen auf 150 Feldern konnten in ganz Oberösterreich keinerlei Verunreinigungen festgestellt werden. Damit ist sichergestellt, dass bei heimischen pflanzlichen Produkten keine Gentechnik im Spiel ist," betont Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

In einem ersten Schritt wird die Einhaltung der Saatgut-Gentechnik-Verordnung anhand von Saatgutuntersuchungen beim Handel durch das Bundesamt für Ernährungssicherheit (BAES) überprüft. Beim heurigen Monitoring wurden zusätzliche Kontrolltage durch das BAES bei acht Saatgut-Inverkehrbringern in Oberösterreich durchgeführt. Untersucht wurden zum Beispiel der Partieumfang, die Kennzeichnung und Verpackung von insgesamt 22 Mais-, zwei Raps- und elf Sojabohnensaatgutpartien. Anschließend wurden zehn Mais-, vier Sojabohnen- und eine Rapssaatgutpartie beprobt, wobei jede Arbeitsprobe aus 3.000 Samen bestand.

Somit wurden laut Öberösterreichs Kammerpräsidentin Michaela Langer-Weninger rund 45.000 zusätzliche Samen untersucht. Alle Partien entsprachen den Bestimmungen der Saatgut-Gentechnik-Verordnung. Bei den durchgeführten Untersuchungen wurde keine GVO-Verunreinigung nachgewiesen, das heißt: Das Saatgut war zu 100% GVO-frei.  Die Untersuchungen des BAES zeigen, dass eine Kontrolle des Saatgutes - insbesondere ausländischer Herkunft - eine sehr effektive Methode ist, allfällige GVO-Verunreinigungen aufzuspüren. Dies unterstreicht die große Bedeutung der inländischen Saatgutproduktion, die nach Kräften zu unterstützen ist", so die Kammerpräsidentin.

Weltweit wuchsen 2019 auf 190,4 Mio. ha gentechnisch veränderte Pflanzen. Auf die USA, Brasilien, Argentinien, Kanada und Indien entfallen 91% des globalen GVO-Anbaus, insbesondere von Sojabohnen, Mais, Baumwolle und Raps. In der EU konzentriert sich der Anbau von GV-Mais (Bt-Mais MON810) auf Spanien. Mit 1,14% der Gesamtanbaufläche ist der GV-Mais-Anteil in der EU sehr gering, so die LK Oberösterreich.

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