Landwirtschaftskammer

Oberösterreich: Waldenberger soll Kammerpräsident werden

Josef Koch
Josef Koch
am Montag, 25.10.2021 - 06:00

Rochade bei Bauernbund und Landwirtschaftskammer. Ein Biobauer soll Langer-Weninger folgen. Die neue Landesrätin ist als Obfrau des Bauernbunds nominiert.

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Am vergangenen Freitag (22.10.) hat der Landesvorstand des oberösterreichischen Bauernbundes Franz Waldenberger für die Wahl des Landwirtschaftskammer-Präsidenten nominiert. Die bisherige Kammerpräsidentin Michaela Langer-Weninger ist als Agrar-Landesrätin auf die Regierungsbank gewechselt. Die Bauernbund-Fraktion in der Landwirtschaftskammer Oberösterreich wird somit den Wahlvorschlag lautend auf Franz Waldenberger einbringen. In der Sitzung der Landwirtschaftskammer-Vollversammlung im Dezember wird er sich dann der Wahl stellen. Vizepräsident bleibt Karl Grabmayr.

Durch den Wechsel des bisherigen Landesrates Max Hiegelsberger in das Landtagspräsidium wird er seine Funktion als Landesobmann des Bauernbundes zurücklegen. Seine Nachfolge wird Michaela Langer-Weninger antreten. Sie wurde dafür im Landesvorstand einstimmig nominiert. Die Wahl erfolgt im nächsten Landesbauernrat Anfang 2022. Hiegelsberger wird als Landtagspräsident Mitglied im Präsidium des Bauernbundes.

Biobauer Waldenberger

Franz Waldenberger kommt aus Pennewang und bewirtschaftet dort mit seiner Frau einen gemischten biologischen Landwirtschaftsbetrieb mit Ackerbau, Ochsenmast und Legehennen. Speisekartoffel und Getreide werden unter anderem direktvermarktet und erst kürzlich wurde am Betrieb ein sogenannter „BioDrive-In“ - ein moderner Selbstbedienungsladen - errichtet.

Waldenberger war von 2015 bis 2021 Obmann von „Bio Austria Oberösterreich“ und ist mit der Landwirtschaftskammerwahl im Jänner 2021 als Kammerrat in die Vollversammlung eingezogen. Der studierte Biologe war Bezirksgeschäftsführer der ÖVP Wels-Land und ist seit 2015 Bürgermeister der Gemeinde Pennewang. Der 52-Jährige ist verheiratet und Vater von vier Kindern im Alter zwischen 13 und 25 Jahren.

Waldenberger will sich für alle Sparten einsetzen

„Politik und Landwirtschaft sind in meinem Leben zwei sehr prägende Säulen. Die politische Arbeit liegt mir am Herzen und Landwirtschaft sehe ich als wichtigsten Beruf überhaupt," sagte Franz Waldenberger zu seiner Nominierung. Er versichert, sich für alle Sparten der vielfältigen oberösterreichischen Landwirtschaft mit derselben Leidenschaft einzusetzen. "Ich freue mich darauf, mit aller Kraft und persönlicher Überzeugung für die oberösterreichischen Bäuerinnen und Bauern zu arbeiten," so der Kandidat für den Kammerpräsidenten.

Bauernbund-Direktor Wolfgang Wallner betont, Waldenberger habe schon in seinen bisherigen Funktionen seine Kompetenz in der Agrarpolitik, seine Einsatzbereitschaft und seine Verbindlichkeit bewiesen. Die Anliegen der Bäuerinnen und Bauern seien bei ihm in sehr guten Händen.

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