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Niedriger Kostenanteil Brot und Semmeln

Josef koch
Josef Koch
am Montag, 29.08.2022 - 14:19

Bauernanteil liegt laut Bauernbund beim Brot nur bei zehn Prozent.

Bäckerei

Vehement wehrt sich Bauernbund-Präsident Georg Strasser gegen Argumente der Bäcker, dass die höheren Getreide- und Mehlpreise auch Schuld an steigenden Brotpreisen hätten. Am Wochenende haben beispielsweise Vertreter einzelner Landesinnungen gegenüber verschiedenen Medien angekündigt, dass Brot spätestens ab 1. Oktober um rund zehn Prozent teurer werde.

Ein Grund dafür seien neben stark steigenden Lohn- und Energiekosten auch die höheren Rohstoffpreise für Mehl.

Baueranteil beim Brot bei zehn Prozent

Nach Angaben des Bauernbunds liegt der Bauernanteil bei einem Kilo Brot jedoch bei „mageren 35 Cent oder umgerechnet zehn Prozent“. Im Vorjahr seien es gar nur sieben Prozent gewesen. „Die Landwirtschaft heizt weder Brotpreise an, noch ist sie Krisengewinner,“ argumentiert Strasser Nicht nur die Bäcker litten unter der Teuerung, auch die Bäuerinnen und Bauern kämpften mit massiven Kostensteigerungen bei Futter, Düngemitteln und Energie, so der Bauernbund. „Die Kosten auf unseren Höfen haben sich teils vervielfacht und machen die Rohstoffpreise sofort wieder wett“, so Strasser.

Anteil bei Semmeln fällt noch geringer aus

Bei der Semmel wird die Relation noch deutlicher. Lag der Bauernanteil nach Bauernbundangaben bei einer Semmel im Vorjahr bei 1,9 Cent oder 5,75 Prozent, sind es im heurigen Jahr – trotz der massiven Teuerungen in der Urproduktion – nur 2,4 Cent oder 7,27 Prozent. „Der Kostentreiber ist definitiv nicht die Landwirtschaft. Wir müssen bäuerliche sowie gewerbliche Betriebe gleichermaßen unterstützen, damit die Teuerungswelle nicht zur Pleitewelle wird“, fordert Strasser.

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