Agrarförderung

Neue Fristen für die Covid-Investitionsprämie

Josef Koch
Josef Koch
am Mittwoch, 24.02.2021 - 08:20

Für die Investitionsprämie in Österreich gelten neue Fristen für die Maßnahmen. Die Antragsfrist bleibt aber bei Ende Februar.

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Der Finanzausschuss des österreichischen Parlaments hat Anfang der Woche wichtige Fristenverlängerungen für die COVID-Investitionsprämie beschlossen. Sie bieten Antragstellern mehr Flexibilität und praxistaugliche Kombinationsmöglichkeiten.

"Wer neue Investitionen am Hof plant, muss aber schnell sein", appelliert Nationalratsabgeordneter Klaus Lindinger an die Bäuerinnen und Bauern, am besten noch umgehend einen diesbezüglichen Antrag beim Austria Wirtschaftsservice aws zu stellen. Die Antragsfrist endet Ende Februar.

Die ersten Maßnahmen, wie Bestellungen, Lieferungen, Baubeginn oder Anzahlungen, können demnach noch bis 31. Mai 2021 gesetzt werden. Für den Nationalratsabgeordneten Franz Eßl ist diese Fristenverlängerung besonders wichtig, "weil zwar schon vorher eine Kombinierbarkeit mit anderen Förderungen rechtlich möglich war, diese sich jedoch mit den Antragsmodalitäten bei der Ländlichen Entwicklung oft spießten".

Für Investititonen ein Jahr mehr Zeit

Mit der Fristenverlängerung zum Setzen erster Maßnahmen nach Antragstellung um drei Monate ist im landwirtschaftlichen Bereich nun eine Kombination etwa bei beabsichtigen Baumaßnahmen, die in der Ländlichen Entwicklung und mit der COVID-Investitionsprämie gefördert werden, tatsächlich möglich. Weiters wurde auch der Investitionsdurchführungszeitraum um ein Jahr bis 28. Februar 2023 und die Abrechnungsfrist von drei auf sechs Monate verlängert.

Neuinvestitionen am bäuerlichen Betrieb werden ab einer Höhe von 5.000 Euro mit 7% an steuerfreien und nicht rückzahlbaren Zuschüssen gefördert, wenn es etwa um Wirtschaftsgebäude, um Maschinen oder technische Anlagen, aber auch um den Kauf von Zuchttieren geht. Für besonders ökologisch verträgliche Investitionen verdoppelt sich die Investitionsprämie auf 14%. Damit können etwa Photovoltaik- oder Biomasseanlagen gefördert werden.

Lindinger und Eßl betonten, dass mit den jüngsten Beschlüssen im Finanzausschuss auf jeden Fall davon ausgegangen werden kann, dass alle Anträge auch entsprechend bedient werden können. Sollten budgetäre Mittel fehlen, wollen sich die Abgeordneten einsetzen, dass diese aufgestockt werden.

Mit Material von aiz