Lebensmittelhandel

Massive Kritik an Rewe wegen Billigeiern aus Deutschland

Josef Koch
Josef Koch
am Donnerstag, 08.07.2021 - 15:40

Die Rewetochter Penny soll sofort den Verkauf deutscher Billigeier stoppen, fordert der steirische Kammerpräsident.

Billigeier-Penny-Österreich

Der steirische Kammerpräsident Franz Titschenbacher übt massive Kritik am Handelsgebaren des Rewekonzerns. Dieser bietet in seinen Penny-Filialen Billigeier aus Deutschland an. „Dass der Rewe-Konzern seit dieser Woche Billigeier aus Deutschland in seinen Pennymärkten verkauft, ist ein Tabubruch. Die heimischen Geflügelbauern produzieren unter strengsten Tier- und Umweltstandards, da es dem Konsumenten wichtig ist, woher sein Frühstücksei kommt,“ moniert Kammerpräsident Franz Titschenbacher fest.

Seit dem Ausstieg aus der Käfighaltung in Österreich haben die Geflügelbauern nach dessen Meiunng ihre Hausaufgaben gemacht und mit großem finanziellem Aufwand die Haltung tierfreundlichst umgebaut. Der Lebensmittelhandel habe sich dazu bekannt, diesen Weg durch den Verzicht auf Frischei-Importe mitzugehen. "Diesen Weg nun zu verlassen ist nicht nur unverständlich, sondern auch ein Untergraben von Umwelt- und Tierschutzstandards durch Rewe“, so Titschenbacher abschließend.

 

Kammer fordert Verkaufsstopp

Die Landwirtschaftskammer Steiermark fordert den REWE-Konzern daher auf, seinen Worten über Umwelt- und Tierschutz sowie die Wichtigkeit regionaler Lebensmittelversorgung auch Taten folgen zu lassen und auf ausländische Eiprodukte im Sortiment zu verzichten. Eier aus deutscher Produktion, die in den Niederlanden verpackt wurden, sind kein Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Billigimporte gefährden heimische Eierproduzenten. Deutsche Billigeier, wie bei der Rewe Tochter Penny beworben, untergraben nach Titschenbachers Meinung die Bemühungen der heimischen Geflügelbranche, Österreicherinnen und Österreicher mit Eiern aus bester Haltung mit heimischen Futtermitteln und kurzen Transportwegen zu versorgen.

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