Vermarktung

Lockdown: Regelungen für Ab-Hof-Verkauf

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aiz
am Dienstag, 24.11.2020 - 08:30

In Österreich ist zum 17. November ein Lockdown in Kraft getreteten. Er betrifft den Verkauf und die Mitarbeit von Personen.

Wien - Im Zusammenhang mit dem am 17. November in Kraft getretenen Lockdown informierten am Wochenende das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus und die Landwirtschaftskammer (LK) Österreich über die aktuellen Bestimmungen für den Verkauf von land- und forstwirtschaftlichen Produkten sowie die Mithilfe betriebsfremder Personen auf bäuerlichen Betrieben.

Bäuerliche Direktvermarktung

Als bäuerliche Direktvermarktung im Sinne der COVID-19-Notmaßnahmenverordnung gilt der Verkauf von land- und forstwirtschaftlichen Urprodukten (§ 2 Absatz 3 Gewerbeordnung 1994), weiters von land- und forstwirtschaftlichen Ver- und Bearbeitungsprodukten (§ 2 Absatz 4 Ziffer 1 Gewerbeordnung 1994) sowie von Sekt (§ 2 Absatz 4 Ziffer 2 Gewerbeordnung 1994) durch den land- und forstwirtschaftlichen Hersteller. Zur landwirtschaftlichen Produktion gehören auch Wein- und Obstbau, Gartenbau und Baumschulen.

Das Betreten von Verkaufsstellen, wie Ab-Hof-Verkauf, Bauernläden, Selbstbedienungseinrichtungen, Märkte und dergleichen, die der bäuerlichen Direktvermarktung dienen, ist gemäß COVID-19-Notmaßnahmenverordnung zulässig und vom Betretungsverbot ausgenommen.

Selbstbedienungsläden und Lebensmittelautomaten

Bei 24-Stunden-Selbstbedienungsläden und Lebensmittelautomaten handelt es sich um Verkaufsstellen von bäuerlichen Direktvermarktern und sonstigen Lebensmittelproduzenten. Sie sind daher vom Betretungsverbot ausgenommen. Eine 24-Stunden-Öffnung für Selbstbedienungseinrichtungen ist zulässig, in denen Landwirte Produkte aus agrarischer Urproduktion und landwirtschaftlichem Be- und Verarbeitungsnebengewerbe im eigenen Namen und auf eigene Rechnung verkaufen.

Verkauf von Christbäumen und Adventkränzen

Neben Lebensmitteln dürfen unter anderem auch Christbäume, Adventkränze und Zweige von Nadelbäumen im Rahmen der bäuerlichen Direktvermarktung verkauft werden. Es liegt somit auch kein Verbot des Betretens des Kundenbereichs (Ab-Hof-Verkauf, Bauernladen, Märkte, Stände und dergleichen) vor. Der Verkauf von Christbäumen, Adventkränzen und Zweigen kann darüber hinaus auch durch Gartenbaubetriebe erfolgen. Für den Erwerb von Christbäumen gelten die Ausgangsbeschränkungen nicht.

Unentgeltliche Mithilfe betriebsfremder Personen am bäuerlichen Betrieb

Unentgeltliche Mithilfe betriebsfremder Personen an land- und forstwirtschaftlichen Betrieben (Stallarbeit, Feldarbeit, Waldarbeit usw.) stellt eine erlaubte Hilfeleistung dar. Sie berechtigt daher zum Verlassen des privaten Wohnbereichs. Die Zahl der mithelfenden Personen am Betrieb ist auf das unbedingt erforderliche Ausmaß zu beschränken. Die geltenden Hygienevorschriften (Mindestabstand und eng anliegender Mund-Nasen-Schutz) müssen naturgemäß auch weiterhin strengstens eingehalten werden.

Alle aktuellen Informationen zur COVID-19-Notmaßnahmenverordnung sind laufend auf www.bmlrt.gv.at/coronavirus abrufbar. Auch die LK Österreich informiert unter www.lko.at regelmäßig über neue Bestimmungen in diesem Bereich.