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Berglandwirtschaft

Konfliktpotenzial auf Almen minimieren

Rinder
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Externer Autor
am Dienstag, 18.08.2020 - 15:58

Wenn der Tourismus weiter von dem Almen profitieren will, muss er Rücksicht auf die Bewirtschafter nehmen.

Wien - "Unsere Almen sind kein Streichelzoo, sondern über Jahrhunderte bewirtschaftetes Kulturland", war die einhellige Meinung der Bauernbund-Funktionärinnen und -Funktionäre, die gemeinsam mit Bauernbund-Präsident Georg Strasser und Nationalratsabgeordneter Bettina Zopf zwei Almen in Oberösterreich besichtigten. Größte Profiteure bewirtschafteter Almen sind dabei ohne Zweifel die vielen Tourismusbetriebe in der Region.

Wem gehören die Almen?

"Bei einem so großen Besucheransturm auf unsere heimischen Almen stellt sich bald einmal die Frage: Wem gehören unsere Almen und wer darf sie in welchem Ausmaß nutzen?", eröffnete Strasser das Gespräch und fuhr fort: "Auf unseren Almen ist ohne Zweifel genug Platz für alle da. Der respektvolle Umgang mit Weidetieren, der Natur und den Almbewirtschaftern muss aber gewahrt werden. Man kann auch nicht einfach in einen Hausgarten spazieren, Müll hinterlassen, Erdbeeren pflücken und sich am Ende über das Unkraut beschweren." Strasser verwies im Zuge dessen auf die Almregeln, die unter www.sichere-almen.at zu finden sind.

Ins selbe Horn stieß die Oberösterreicherin Zopf. "Es braucht einen Schulterschluss und kein Konkurrenzdenken. Bauernfamilien bewirtschaften und pflegen die Almen, und der Tourismus kann von diesem kostbaren Kulturgut profitieren. Um dieses Miteinander aber aufrechtzuerhalten, braucht es gegenseitige Rücksichtnahme und den notwendigen Respekt vor den Tieren", so die Nationalratsabgeordnete. Tourismus und Landwirtschaft zu vereinen ist nicht immer einfach. Dabei sind Themen wie Littering, das achtlose Wegwerfen von Müll sowie der respektvolle Umgang mit den Tieren die Hauptprobleme.