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Kärnten: Siegfried Huber als Bauernbundobmann gewählt

Josef koch
Josef Koch
am Montag, 26.07.2021 - 12:30

Ohne Gegenstimme haben die Delegierten ihren neuen Obmann ins Amt gewählt. Der zeigt sich kampfeslustig.

Huber Siegfried-LK Kärnten

Rund 150 Delegierte haben am Samstag (24. Juli) der Landwirtschaftskammer (LK) Kärnten-Präsident Siegfried Huber beim Landesbauerntag des Kärntner Bauernbundes mit 100% zum neuen Landesobmann des Kärntner Bauernbundes gewählt. Zu seinem Team zählen auch ÖVP-Landesparteiobmann und Agrar-Landesrat Martin Gruber, LK Kärnten-Vizepräsidentin und Landesbäuerin Astrid Brunner sowie Kammerrat Hermann Schluder.

"Es ist der Druck auf unsere Brieftaschen, auf unser Eigentum und auf die Art, wie wir produzieren, der es unseren Bauernfamilien oft so schwer macht", wies Huber in seiner Rede auf die aktuelle Situation der Bäuerinnen und Bauern hin. "Was wir brauchen, sind viel stärkere regionale Kreisläufe, weil das nicht nur die beste Art von Klimaschutz ist, das bringt auch Wertschöpfung für die Bauern", unterstrich Huber. "Vorrang für heimische Lebensmittel" sei daher ein Motto für die Zukunft in den Kantinen, in den Krankenhäusern und auch im Tourismus.

Huber droht Lebensmittelhandel

Dem geplanten Mercosur-Abkommen erteilte Huber eine strikte Absage, und vom Lebensmittelhandel forderte er mehr Solidarität: "Die Konzerne haben sich im Jahr 2020 eine goldene Nase verdient. Gleichzeitig sehen wir, dass heimische Rohstoffe in den Eigenmarken des Handels ausgetauscht oder durch Palm- oder Kokosfett ersetzt werden"; schloss Huber künftige österreichweite Aktionen vor Handelszentralen nicht aus.

Den Schutz des bäuerlichen Eigentums nannte Huber als eine Kernkompetenz des Bauernbundes. Die Verfügungsgewalt an Grund und Boden dürfe auch hinsichtlich einer gepflegten Kulturlandschaft nicht verloren gehen. Beim Thema Wolf sieht Huber das bäuerliche Eigentum ebenso in Gefahr. "Wölfe gehören in die Wildnis und nicht in unsere Kulturlandschaft. Damit uns das wieder gelingt, braucht es eine gemeinsame Kraftanstrengung. Der Wolf ist kein politisches Thema, sondern ein rechtliches Problem, das es zu lösen gilt", verdeutlichte Huber.

Für die bevorstehende LK-Wahl in Kärnten möchte Huber den Bauernbund als politische Kraft stärken. Nur der Bauernbund garantiere, dass die Land- und Forstwirtschaft in ihrer Vielfalt mit starker Stimme im Land und auf Bundesebene vertreten sei, so der neu gewählte Kärntner Bauernbund-Obmann.

Mit Material von aiz