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Klimaschutz

Imagekampagne fürs Bauen mit Holz

Josef koch
Josef Koch
am Dienstag, 17.08.2021 - 11:34

Oberösterreich will den Anteil der Holzbauten in fünf Jahren auf 45 Prozent steigern, derzeit liegt er noch bei 42 %.

Bauen

Private Bauherren, Genossenschaften, Kommunen, Bauträger und die Öffentlichkeit für den Werkstoff Holz zu sensibilisieren sowie den vielfältigen Nutzen von Bauen mit Holz und die neuen Anwendungsmöglichkeiten des Holzbaus näherzubringen, dies ist das Ziel der laufenden Imagekampagne des Agrarressorts des Landes Oberösterreichs und der Holzbauinnung.

"Wir wollen dabei aufzeigen, dass der umweltfreundliche Bau- und Werkstoff Holz nicht nur ein unverzichtbarer Faktor in einer modernen Gesellschaft, sondern auch ein Schlüsselelement zur Bewältigung der Herausforderungen der Zukunft ist", berichten Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger und Holzbau-Landesinnungsmeister Josef Frauscher.

Kampagne soll neuen Möglichkeiten zeigen

"In den vergangenen Jahren ist das Bauen mit Holz aus Gründen der Nachhaltigkeit, des Klimaschutzes oder der CO2-Neutralität verstärkt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Das wollen wir mit der Kampagne aufgreifen und auf die neuen Anwendungsmöglichkeiten und zahlreichen Vorteile von Bauen mit Holz hinweisen", gibt Frauscher die Zielrichtung vor.

Auf dem Land und im agrarischen Bereich liege der Holzbau schon verhältnismäßig gut. Bei Gebäudeaufstockungen im urbanen Bereich sind aber laut Frauscher bei weitem nicht alle Potenziale ausgeschöpft. Der Anteil von Holzbauten an der Gesamtzahl der Bauvorhaben liegt in Oberösterreich derzeit bei 42%, in den nächsten fünf Jahren soll er auf 45% klettern.

Damit das gelingt, müsse man beim klassischen Eigenheim ebenso ansetzen wie bei städtischen Immobilien, so der Innungsmeister. Die notwendige thermische Sanierung eines Gebäudes könne auch für einen Umbau samt Aufstockung genutzt werden. Das geringe Gewicht und der hohe Vorfertigungsgrad von Holz sind nach Frauschers Meinung zwei überzeugende Vorteile.

Positive Auswirkungen auf Klima und Wirtschaft

"Holz ist ein moderner Baustoff, der neben den ökologischen Vorzügen der Wiederverwendbarkeit, der Nachhaltigkeit, der Ressourcenschonung, der Klimaneutralität und der langfristigen CO2-Speicherung auch eine Reihe ökonomischer und technischer Vorteile in sich vereint", fassen Hiegelsberger und Frauscher zusammen. Sie sind überzeugt, dass Holz eine Schlüsselrolle nicht nur bei den ökologischen, sondern auch bei den baulichen und architektonischen Herausforderungen der Zukunft spielen wird.

"Die im Holzsektor tätigen Unternehmen sind wichtige Arbeitgeber in unseren ländlichen Regionen. Bei Bauten mit Holz verbleibt praktisch die gesamte Wertschöpfung in der Region", unterstreicht Hiegelsberger. Knapp 43.000 Betriebe (Waldbauern, Tischler, Sägeindustrie, Holzhandel, Holzbauunternehmen usw.) beschäftigen in Oberösterreich rund 64.100 Menschen. Allein der gewerbliche Holzbau umfasst in diesem Bundesland 422 Unternehmen mit etwa 2.100 Mitarbeitern.