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Gewinner beim CeresAward

Der Humusaufbau hat oberste Priorität

Valentin Seiringer
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Redaktion Wochenblatt
am Mittwoch, 12.10.2022 - 22:12

Valentin Seiringer ist der Ackerbauer des Jahres. Er entwickelte ein Konzept, um Böden wieder fruchtbarer zu machen.

Valentin Seiringer aus Wieselburg in Niederösterreich ist Ackerbauer des Jahres. Er erhielt am Mittwochabend in Berlin den CeresAward in der Kategorie Ackerbauer. Der Humusaufbau hat für den 23-jährigen Valentin Seiringer oberste Priorität, seit er vor vier Jahren in einen biologischen Ackerbaubetrieb eingestiegen ist. Da die Flächen des Betriebs humusarm waren, entwickelte er ein Konzept, um die Böden des Betriebs wieder fruchtbarer zu machen. Dazu gehören pflugloser Anbau, flache Bodenbearbeitung und ein immergrünes Ackerbaukonzept. Damit will der Landwirt dem Klimawandel trotzen und die Bewirtschaftung nachhaltiger machen.

Über dem regenerativen Ackerbau verliert Seiringer die Rentabilität seines Betriebs nicht aus dem Blick. Denn für Seiringer bedeutet nachhaltiger Ackerbau, gesunde Böden und gesunde betriebswirtschaftliche Kennzahlen miteinander zu verbinden. „Ich bin überzeugt, dass wir mit einer Humus aufbauenden Landwirtschaft profitablere Betriebe, stabilere Erträge und einen großen Beitrag gegen den Klimawandel leisten können“, stellt der junge Landwirt fest.

Der CeresAward, mit dem Seiringer in der Kategorie Ackerbauer ausgezeichnet wurde, ist die höchste Auszeichnung in der Landwirtschaft. Vergeben wird der Award von agrarheute, der führenden Fachmedienmarke im Agrarbereich aus dem Hause dlv - Deutscher Landwirtschaftsverlag.

Die Landwirtinnen und Landwirte im Finale des CeresAward zeichnen sich durch Ideenreichtum und ein starkes Engagement für Mensch, Tier und Natur aus. Simon Michel-Berger, Chefredakteur von agrarheute, betonte: „Die Wahl für die Landwirtin oder den Landwirt des Jahres war in diesem wie immer sehr schwierig. Die Betriebe sind alle exzellent aufgestellt und erbringen beeindruckende Leistungen für Umweltschutz und Gesellschaft. Die Messlatte lag in diesem Jahr ausgesprochen hoch, entsprechend schwer ist es, nur eine oder einen ‚Besten‘ zu küren.“ Die Anforderungen, die heutzutage an die Landwirtschaft gestellt werden, seien insgesamt herausfordernd. Wer sich in einem solchen Umfeld vor anderen hervortut „macht wirklich einen bemerkenswerten Job. Das sind Pioniere in der Landwirtschaft, die die Branche voranbringen und der Gesellschaft vor Augen führen, dass Landwirtschaft eine zukunftsträchtige Branche ist“, so Michel-Berger.