Existenzgrundlage

Grünlandbauern zunehmend unter Druck

Kühe-Weide
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Externer Autor
am Freitag, 10.09.2021 - 10:29

Die von der Gesellschaft gewünschten grünen Wiesen und Weiden wird es auf Dauer nur geben, wenn sie Bauern eine Existenzgrundlage bieten.

Mit 240.000 ha Grünland- und Feldfutterflächen spielt der Futterbau in der oberösterreichischen Bodennutzung eine zentrale Rolle. Doch die Grünlandwirtschaft steht heute aufgrund gesellschaftlicher Anforderungen und des Klimawandels erheblich unter Druck. Einerseits soll und muss das Grünland seine Funktion als Futtergrundlage der österreichischen Rinder-, Schaf- und Ziegenwirtschaft erfüllen, andererseits werden die Anforderungen und Ansprüche der Gesellschaft hinsichtlich Umweltschutz und Biodiversität speziell in der Grünlandwirtschaft immer größer.

Grünlnd nur über Rinder, Schafe und Ziegen verwertbar

Das Grünland kann aber nur dann dauerhaft erhalten werden, wenn dessen Bewirtschaftung auch entsprechende wirtschaftliche Erträge abwirft. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass der Grünlandaufwuchs nur über den Wiederkäuermagen von Rindern, Schafen und Ziegen für die Milch- und Fleischproduktion und damit für die menschliche Ernährung nutzbar ist. "Ohne den Konsum von Milch und Fleisch gibt es keine wirtschaftliche Grundlage für das Grünland. Erst über die Veredelung pflanzlicher Proteine zu tierischen Eiweißen durch Nutztiere wird das Grünland in Lebensmittel verwandelt", betont Landwirtschaftskammer (LK) Oberösterreich-Präsidentin Michaela Langer-Weninger.

Klimawandel verschärft Probleme

Dazu komme noch der Klimawandel, der die Grünlandwirtschaft vor enorme Herausforderungen stelle. "Wir haben Gebiete, in denen die Grünlandbauern aufgrund des massiven Schädlingsbefalls buchstäblich mit dem Rücken zur Wand stehen", erklärt Langer-Weninger.

Die LK OÖ fordert daher für das neue Agrarumweltprogramm Öpul auch eine gezielte Schwerpunktsetzung für den Erhalt des Dauergrünlandes. Dabei seien Öpul-Maßnahmen so auszugestalten, dass mit einer hohen Flexibilität in der Grünlandbewirtschaftung den unterschiedlichen Anforderungen an das Grünland auch künftig bestmöglich entsprochen werden könne.