EU-Agrarpolitik

GAP: Umsetzung der Agrarreform hat oberste Priorität

Josef Koch
Josef Koch
am Dienstag, 02.02.2021 - 08:17

Die nationale Umsetzung der Agrarreform steht bei den österreichischen Länderkonferenzen im kommenden Halbjahr ganz oben auf der Tagesordnung.

Agrarlandschaft-Region Mondsee-Österreich

Im Zuge eines Arbeitsgespräches hat Landesrat Hans Seitinger am vergangenen Freitag Bundesministerin Elisabeth Köstinger seine Schwerpunkte für den Vorsitz in der Landesagrarreferentenkonferenz (LARK) präsentiert. Zentrales Gesprächsthema war der mit 350 Mio. Euro dotierte Waldfonds, für den Köstinger die ersten konkreten Maßnahmen in einem Ausmaß von 200 Mio. Euro präsentierte.

Die Steiermark stellt im ersten Halbjahr 2021 den Vorsitz in der LARK. Laut Seitinger wird es in den kommenden Monaten bei den Konferenzen der Agrarreferenten der Bundesländer vor allem um die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) gehen. Insbesondere zu Umweltmaßnahmen, Investitionsunterstützungen, zur Stärkung der Bergbauernbetriebe sowie bei der Etablierung von Innovationen im Agrarbereich stehen große Entscheidungen an. Für Österreich geht es dabei um Finanzmittel im Umfang von 14 Mrd. Euro für die Förderperiode.

Neben den zentralen Beschlüssen zur GAP will Seitinger einen Fokus auf die Ernährungskompetenz legen. In besonderer Weise will er unter steirischem Vorsitz den Mehrwert regionaler Lebensmittel betonen und forcieren. Im Mittelpunkt dieses Schwerpunktes steht die Versorgungssicherheit mit heimischen Lebensmitteln.

Waldfonds bietet Chancen für Steiermark

"Mit den Maßnahmen aus dem Waldfonds der Bundesregierung werden unsere steirischen Bestrebungen für einen nachhaltigen und klimafitten Wald noch einmal verstärkt", zeigte sich Seitinger erfreut. "Nur ein bewirtschafteter Wald ist auch ein effizienter CO2-Speicher. Der Waldfonds unterstützt in erster Linie zukunftsorientierte Investitionen in einen klimafitten Wald. Für die Steiermark als "Wald- und Innovationsland Nummer Eins" bringt dieses Paket enorme Chancen, insbesondere für unsere innovativen Holzbautechnologien", betonte der Landesrat.

Der Wald nimmt in der Steiermark nicht nur über 60% der Landesfläche ein, er ist mit 55.000 Beschäftigten entlang der Wertschöpfungskette auch ein maßgeblicher Wirtschaftsfaktor. Bund und Land setzen eine Vielzahl an Maßnahmen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken und die heimischen Wälder zukunfts- und klimafit zu machen. So hat die Steiermark im vergangen Jahr mit dem Projekt WALD:STARK eine große Initiative gestartet, mit der Wissen zur Baumartenvielfalt, Waldpflege sowie zur Holzverwendung vermittelt wird. Ein Schwerpunkt liegt auch in der Beratung hinsichtlich der Aufforstung mit klimawandelresistenten Baumarten.

Mit Material von aiz
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