Ökolandbau

GAP: Bio Austria-Delegierte für Änderungen der Öpul-Pläne

Josef Koch
Josef Koch
am Freitag, 30.04.2021 - 08:09

Österreichs Ökobauern fordern ab 2023 eine eigene Bioförderung im Öpul-Programm. Die aktuellen Pläne lehnen sie ab.

Unkrautstriegel-Ökolandbau

Die Delegierten von Bio Austria haben auf ihrer Versammlung am Donnerstag, (29.4.) eine Resolution zur Neugestaltung des Agrarumweltprogramms (ÖPUL) beschlossen. Darin werden, basierend auf den derzeit in Konsultation befindlichen Fachentwürfen für die Interventionen, die aktuellen Pläne abgelehnt und Nachbesserungen eingefordert.

Der aktuelle Vorschlag zur Neugestaltung des ÖPUL werde der Bio-Landwirtschaft nicht gerecht. Das vorgeschlagene Modulsystem könne in dieser Form die Leistungen der Bio-Bäuerinnen und -Bauern nicht im vollen Umfang abgelten, da es offenbar auf die konventionelle Landwirtschaft zugeschnitten sei, heißt es in der Resolution, die an das Landwirtschaftsministerium gerichtet ist.

Eigene Bioförderung nötig

Die Delegierten fordern entsprechende Nachbesserungen. So müsse eine eigene Bio-Basis-Maßnahme geschaffen werden, in der die Leistungen der biologischen Landwirtschaft vollumfänglich honoriert werden. Darauf aufbauend sollen bio-kompatible Zusatzmodule die Weiterentwicklung und Zusatzleistungen finanzieren.

Die österreichische Agrarpolitik unterstützt derzeit die Bio-Landwirtschaft mit rund 500 Mio. Euro pro Jahr. 25% der gesamten Direktzahlungen beziehungsweise 44% der gesamten Mittel aus dem Agrarumweltprogramm gehen an Bio-Betriebe.

Mit Material von aiz