Österreich

Fristverlängerung bei Anträgen

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Ulrich Graf
Ulrich Graf
am Montag, 20.04.2020 - 08:33

Die österreichische Regierung hat die Antragsfristen für land- und forstwirtschaftliche Betriebe verlängert.

Folgende Bereiche sind betroffen:

  • Mehrfachantrag
    - Aufgrund der aktuellen Situation war bzw. ist die Beratungstätigkeit und damit auch die technische Hilfestellung bei der Mehrfachantragsstellung bei den Landwirtschaftskammern deutlich eingeschränkt.
    - Um zu verhindern, dass Landwirte keinen fristgerechten Antrag stellen können, wurde die Frist für das Antragsjahr 2020 bis 15. Juni 2020 verlängert.
    - Die Frist für (kürzungsfreie) Antragsänderungen wurde ebenso bis 30. Juni 2020 verlängert.
  • Direktzahlungen und Junglandwirte
    - Die Frist für die Anträge auf Zuweisung von Zahlungsansprüchen sowie Anzeigen zur Übertragung von Zahlungsansprüchen wird analog zum Mehrfachantrag bis zum 15. Juni 2020 verlängert.
    - Für den erforderlichen Nachweis der beruflichen Qualifikation bei Junglandwirten kann in begründeten Fällen eine zusätzliche Nachfrist von sechs Monaten (somit auf maximal 3,5 Jahre) gewährt werden.
  • Rinderkennzeichnungsverordnung
    - Betriebe können noch vorhandene herkömmliche Ohrmarken über den 30. April hinaus verwenden.
    - Sobald die technischen Probleme behoben sind bzw. die Restbestände aufgebraucht sind, sind die elektronischen Ohrenmarken zu verwenden.
  • Schulmilch-, Schulobst- und Schulgemüseprogramm
    - Für noch nicht ausgeschöpfte Geldmittel für die jeweiligen Programme werden die Antragsfristen auf Beihilfen bis 30. Juni verlängert.
    - Für Anträge von begleitenden Maßnahmen (u.a. Verkostungen oder Kommunikationsmaßnahmen) wurde die Frist auf 30. Mai verlängert.
  • Marktordnungsmaßnahmen im Weinbereich
    - Beihilfeanträge zu Umstellung oder Umstrukturierung von Rebflächen oder Investitionen können bei Fällen höherer Gewalt oder außergewöhnlicher Umstände (u.a. Pandemien wie COVID-19) auch noch nach der vorgesehenen Frist akzeptiert werden.